Huawei Freebuds Studio im Test

Akku, Noise Cancelling und Klang

Huawei wäre nicht Huawei, wenn man da nicht etwas protzen würde. Zwar sind die 24 Stunden Noise-Cancelling-freie Laufzeit nur Durchschnitt, das Speed-Charging verspricht dafür aber eine 8 Stunden-Laufzeit nach einer Ladezeit von gerade mal 10 Minuten. Auch das gefällt mir ausgezeichnet.
 
ANC
 
Huawei bietet bei den Studios verschiedene Geräuschunterdrückungs-Modi an. Gering, Standard oder Ultra sind die drei Hauptmodi, die man entweder fest einstellen kann oder im «dynamik» Mode vom Kopfhörer – basierend auf der Geräuschkulisse der Umwelt – fliessend wechselt. Da diese Wechsel aber hörbar sind und mich (wie auch bei Konkurrenzprodukten schon der Fall) nerven, bleibe ich hier grundsätzlich einfach bei Ultra. Zudem gibt es die Möglichkeit, in der App die Option «Stimmen hervorheben» einzustellen, damit menschliche Sprache die Geräuschunterdrückung durchzubrechen vermag. Grundsätzlich ist das Noise Cancelling befriedigend, aber nicht auf dem Niveau eines XM4 von Sony oder auf einem PX7 von Bowers&Wilkins – vor Allem bei hochfrequentem Lärm blieben die Studios etwas zurück. Das mag einerseits am tieferen Preis liegen, andererseits vielleicht auch einfach an der geringeren Dämpfung durch fehlenden Anpressdruck. Schwierig zu rekonstruieren.
 
Klang
 
Wir haben den Klang ganz ohne Nachjustierung getestet. Das Telefonieren klappt hervorragend und der Klang ist auf beiden Wegen kristallklar. In Sachen Musik bieten die 40-mm-Treiber einen ausgewogenen Klang mit guter Feinabstimmung. Speziell bei den Tiefen können die Studios das Niveau gut halten – bei den Höhen ebenfalls in Ordnung, ohne dass man sich aber jetzt überschlagen müsste. Leider fehlt dem Klang ab einer gewissen Frequenz das ohnehin dezente Bassfundament. Insgesamt kommt der Sound also befriedigend bis gut rüber – sicher oberer Durchschnitt. In den Olymp schaffen es die Studios aber noch nicht ganz. Zudem: Wie auch andere Kollegen in der Branche kommt es in bestimmten Situationen zu störenden Klopfgeräuschen, was den Musikgeschmack trüben kann – diese treten willkürlich auf und sind unterschiedlich stark ausgeprägt.
 
Fazit
 
Auch wenn im Klangkapitel die Kritik optisch vielleicht etwas zu überwiegen scheint – die Freebud Studios sind keinesfalls schlechte Kopfhörer. Sie machen ihren Job im Gegenteil richtig gut. Einzig in die Riege die Huawei (wohl) angepeilt hat, schaffen sie es nicht ganz. Wobei man nicht vergessen darf, dass die Studios preislich klar unter den Mittbewerbern der gleichen Klasse liegt – zB. Satte 100 Franken gegenüber Sonys Branchenprimus XM4.

Testergebnis

Design, Komfort, Bedienung, Tieftöne
Dünner Bass, App-Missverständnis

Details:  Bluetooth 5.2, Multipoint, ANC

Preis:  Fr. 299.-

Infos: 
huawei.com


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