Smarte Ware aus Schweizer Fabriken

V-Zug: ERP und smarter Ofen

Der Haushaltsgerätehersteller V-Zug ist seit Mitte vergangenen Jahres ein selbstständiges Unternehmen. Der Mutterkonzern Metall Zug hatte den Geschäftsbereich abgespalten und an die Börse gebracht. Zuvor war die IT von V-Zug mit einem ERP-Projekt stark beschäftigt. Einige Probleme bei der Einführung von SAP gipfelten im Sommer 2019 in einer Gewinnwarnung des Industriekonzerns. Gemäss dem Head IT, Jean-Claude Flury, arbeiten die Systeme mittlerweile einwandfrei. Nun hat Flury als neuer Schweiz-Vorstand der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe mehr Zeit, sich für die Belange seiner CIO-Kollegen einzusetzen.
Metall Zug musste im vergangenen Jahr noch einen weiteren IT-bedingten Rückschlag hinnehmen. Der Geschäftsbereich Medical Devices sei im April 2020 zudem in den USA Opfer eines Cyberangriffs geworden, teilte das Unternehmen mit. Eine konzerninterne Zahlung sei auf ein falsches Konto überwiesen worden. Dabei sei ein Schaden in Höhe von 2,5 Millionen Franken entstanden. Die Untersuchungen zum Auffinden der Täterschaft seien allerdings wenig Erfolg versprechend gewesen.
Häufig genutzte Funktionen lassen sich bei V-Zugs «Excellence Line» als App-Favoriten speichern
Quelle: VZug
Der neue V-Zug-Konzern konnte auf Basis stabiler IT-Systeme die Digitalisierung forcieren. Ende 2020 lancierte das Unternehmen «V-Connect», eine Ferndiagnoselösung, die das Auslesen und Übermitteln von Gerätestatusmeldungen ermöglicht. So konnte die Notwendigkeit von Service-Einsätzen beim Kunden reduziert werden. Die erst im März neu vorgestellten Backöfen und Steamer der «Excellence Line» besitzen ein Touchdisplay, dessen Bedienung sich an der von Smartphones orientiert: Häufig genutzte Funktionen und individuelle Einstellungen lassen sich als Favoriten abspeichern. Sie werden zu Apps und können frei platziert sowie per Fingerzeig gestartet werden.




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