Quantencomputer 13.01.2021, 12:04 Uhr

Google und Boehringer arbeiten in Pharmaforschung zusammen

Quantencomputer sind noch eine sehr neue Technologie, könnten aber in der Pharmaforschung ganz neue Perspektiven eröffnen. Und bereiten den Weg zu ungewöhnlichen Partnerschaften.
(Quelle: shutterstock.com/Gorodenkoff)
Der rheinland-pfälzische Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und Google wollen bei der Suche nach neuen Anwendungsmöglichkeiten von superschnellen Quantencomputern für die Entwicklung von Medikamenten zusammenarbeiten.
Die am Montag bekanntgegebene Partnerschaft solle die Erfahrungen von Boehringer Ingelheim (BI) im Bereich Wirkstoffdesign in der Pharmazie mit den technischen Möglichkeiten von Google als einem der führenden Entwickler von Quantencomputern verbinden, teilten die beiden Unternehmen mit.
"Auch wenn Quantum Computing eine vergleichsweise neue Technologie ist, sind wir überzeugt, dass wir mit ihrer Hilfe zukünftig noch mehr Menschen und Tiere mit innovativen und bahnbrechenden Medikamenten versorgen können", sagte BI-Finanzvorstand Michael Schmelmer. Heutige Computer könnten nicht viele der komplexen Herausforderungen meistern, die grundlegend für die frühen Phasen pharmazeutischer Forschung und Entwicklung sind, darunter insbesondere Simulationen und Analysen von für den Krankheitsmechanismus relevanten Molekülen.
Quantencomputer dagegen hätten das Potenzial, viel grössere Moleküle als derzeit möglichst genau zu simulieren und zu vergleichen. Dadurch ergäben sich neue Möglichkeiten für pharmazeutische Innovationen und Therapien.



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