Apples neues Smartphone 03.11.2017, 06:51 Uhr

Realitäts-Check: So gut ist das iPhone X wirklich

Zum zehnjährigen Jubiläum des iPhone hat Apple einen grossen Wurf versprochen. Das iPhone X zeige die Richtung, in die sich im kommenden Jahrzehnt die Entwicklung der Smartphones bewege, sagte Konzernchef Tim Cook. Ein Realitätscheck im Praxistest.
Ein fast randloses Display und kein Home-Knopf: Apples neues iPhone X ist auf den ersten Blick zu erkennen.
(Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
Die Vorbestellungen laufen bereits: Zehn Jahre nach dem ersten iPhone geht (am 3. November) das neue iPhone X an den Start. Die Auffälligkeiten: ein beinahe randloses Display, kein Home-Button und eine komische Einbuchtung oben am Bildern. Das ist ein Test der DPA, wir werden das iPhone X zu einem späteren Zeitpunkt auch noch selber testen.
Auf den ersten Blick wird klar, dass es sich hier nicht um eine Weiterentwicklung der Vorgängermodelle handelt, wie beim iPhone 8. Das spürt man schon gleich, wenn man das Gerät in die Hand nimmt. Obwohl das iPhone X von den äusseren Abmassen im Vergleich zum iPhone 8 Plus deutlich kompakter ausfällt, hält man das grösste Display in der Hand, das Apple bislang in einem iPhone verbaut hat. Die Bildschirm-Diagonale beträgt 5,8 Zoll zu bei einer Auflösung von 2436 x 1125 Pixel. Das ist möglich, weil das Display oben und unten nun beinahe ohne Rand auskommt.
Für die runde Home-Taste mit Fingerabdrucksensor war allerdings kein Platz mehr. Deshalb setzt der Hersteller beim iPhone X auf eine dreidimensionale Gesichtserkennung names Face ID.

Face ID

Sie lässt sich einfach und flott einrichten. Man muss wie bei einer Selfie-Aufnahme das iPhone X vor das Gesicht halten und zwei Mal hintereinander mit der Nase eine kreisförmige Bewegung vollführen. Das war es schon.
Gesichtserkennung statt Fingerabdruck: Das iPhone X wird per FaceID entsperrt. Die Einrichtung geht recht schnell.
(Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
"Face ID" stützt sich nicht auf ein zweidimensionales Foto des Anwenders. Dieses Verfahren würde sich leicht überwinden lassen, wie man beispielsweise bei Samsung Galaxy S8 erfahren musste. Das iPhone X projiziert für den Nutzer unsichtbar 30.000 Bildpunkte auf das Gesicht und erfasst somit ein dreidimensionales Abbild. Das TrueDepth-System umfasst neben der herkömmlichen Frontlinse auch eine Infrarotkamera, so dass auch im Dunklen entsperrt werden kann.
Im Praxistest funktioniert "Face ID" mindestens so zuverlässig wie die Entsperrung mit dem Fingerabdruck bei den vorherigen iPhone-Modellen. Nur bei einer spiegelnden Sonnenbrille macht Face ID nicht mit. Auf fremde Gesichter reagiert das Gerät nur mit einer kurzen Vibration. Selbst eine fotorealistische Theater-Maske, die eine Reporterin des "Wall Street Journal" eigens für einen Test des iPhone X anfertigen liess, kann Face ID offenbar nicht austricksen. 2013 konnte der Chaos Computer Club TouchID noch mit einem abfotografierten Fingerabdruck auf einer Folie austricksen. Für FaceID müssen sich die Experten etwas Neues einfallen lassen.




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