Revolut: Die Banking App im ausführlichen Test

Die App

Es wird also eine ganze Menge geboten. Doch der grösste Spassfaktor ist die hervorragend gestaltete App. Eigentlich macht sie meistens nichts anderes, als den Geldhaufen auf Ihrem Konto zu verschieben, aufzuteilen oder zu benennen. Doch die weitreichende Kontrolle, die Ihnen die App gibt, führt zu einer ganz neuen Betrachtung des virtuellen Geldes. Die Möglichkeiten sind so vielseitig, dass wir hier nur einen Teil beschreiben können.
Überweisungen
Da das Revolut-Konto über die Mobilnummer identifiziert wird, werden im Bereich «Zahlungen» alle Personen angezeigt, die in Ihrem Adressbuch gespeichert sind und ebenfalls Revolut benutzen. Tippen Sie auf eine Person und wählen Sie «Geld senden», um einen Betrag innerhalb von Sekunden zu überweisen – kostenlos, versteht sich.
Das ist praktisch, aber auch ein zusätzliches Sicherheitsnetz: Wenn ich mit meiner sehr-viel-besseren Hälfte in den Ferien bin und einer von uns die Karte verliert, dann ist diese Karte in wenigen Sekunden gesperrt. Fünf Sekunden später ist ausserdem das eigene Guthaben auf das Konto des Partners transferiert, der fortan über die ganze Ferienkasse gebietet – zumindest solange, bis die neue Karte da ist.
Nur zu gerne würden wir auch das Sackgeld der Kinder über eine Revolut-Karte auszahlen, aber eine solche Karte gibt es erst ab 18 Jahren. Revolut arbeitet jedoch an der «Youth»-Karte, die von den Eltern gefüllt und von den Kindern geleert werden kann. Die Karte und die zugehörige App sollen irgendwann dieses Jahr kommen.
Analysen
Tippen Sie den Bereich «Analysen» an und sehen Sie, wo Ihr Geld geblieben ist. Dabei unterteilt die App automatisch in «Kategorien» (etwa Restaurants), Händler (Migros, Google etc.) und Länder. Wischen Sie über dem Frankenbetrag nach links oder rechts, um durch die Monate zu blättern. Unter «Länder» sehen Sie jedoch nicht zwingend die Länder, die Sie bereist haben, denn Netflix wird zum Beispiel automatisch den Niederlanden zugerechnet, weil der Dienst dort in Europa angesiedelt ist.
Endlich wissen, in welchen Löchern das Geld versickert!
Quelle: Screenshot / ze
Vaults
Besser wäre: Sparschwein. Sie legen beliebige Vaults an, die an einen bestimmten Zweck gebunden sind, zum Beispiel «Ferien». Diese Vaults füttern Sie mit einmaligen Zahlungen, Daueraufträgen oder mit virtuellem Kleingeld: Wenn Sie einen Kaffee für Fr. 4.20 bezahlen, werden automatisch 80 Rappen in den Vault überwiesen. Wenn das zu lange dauert, kann der Restbetrag automatisch bis zum Zehnfachen multipliziert werden.
Jeder Vault ist wie ein Sparschwein, dessen Inhalt aber jederzeit zurückübertragen werden kann
Quelle: Screenshot / ze
Kryptowährungen
Sie können innerhalb der App jederzeit verschiedene Kryptowährungen an- und verkaufen – allerdings werden Sie sehr deutlich darauf hingewiesen, dass im schlimmsten Fall der Totalverlust droht. Diese Funktion steht eigentlich nur Besitzern der Premium-Karten zur Verfügung – oder Anwendern, die drei Freunde erfolgreich zu Revolut eingeladen haben. Allerdings tauchte bei mir nach einiger Zeit und nach nur einer Vermittlung bereits die Freigabe auf. Revolut scheint diese Leistungen recht locker zu sehen.
Sogar Kryptowährungen lassen sich direkt in der App handeln
Quelle: Screenshot / ze



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