Robotik 21.05.2019, 11:03 Uhr

Der neue König auf dem Fussballplatz

Autonom, präzise und umweltfreundlich: Ein Team der Hochschule Luzern hat auf Initiative des Start-ups Ronovatec einen Mähroboter entwickelt, der selbständig Fussballrasen mäht – inklusive Streifenmuster.
Der Mähroboter der HSLU erhält von den Forschern letzte Anweisungen
(Quelle: Ronovatec)
Er ist hüfthoch, hat drei Räder, spindelförmige Mähwerkzeuge, ein ausgeklügeltes Innenleben und einen schnittigen grünen Streifen auf der weissen Haube. Einen Namen hat er noch nicht. Seine Gattung: autonomer elektrischer Spindel-Mähroboter – im Moment das einzige Exemplar seiner Spezies. Sein Status: Prototyp. Seine «Eltern»: Initianten des Projekts NaviMow und Experten aus vier Disziplinen der Hochschule Luzern: Informatik, Elektronik, Maschinentechnik und Wirtschaftsingenieurswesen. Entfernte Cousins: Aufsitzrasenmäher und die kleineren autonomen Garten-Mähroboter. Seine Aufgabe: Grosse Rasenflächen autonom mähen. Sein Hoheitsgebiet: Das Fussballfeld.
Anders als die Mähroboter, die mittlerweile auf vielen Garten-Rasenflächen eingesetzt werden, kann die durch Innosuisse unterstützte Neuentwicklung auch im Alleingang ein Fussballfeld in zwei bis drei Stunden mähen. Und anders als die bis jetzt dafür verwendeten Aufsitzrasenmäher ist das neu entwickelte Modell elektrisch angetrieben, verursacht keine CO2-Emissionen und – eine gute Nachricht für die Nachbarn von Fussballplätzen – wenig Lärm. NaviMow ist leichter als seine «Kollegen», das schont den Boden und macht ihn auch bei feuchtem Untergrund einsetzbar. Da sich die Drehgeschwindigkeit der NaviMow-Spindel der Fahrgeschwindigkeit anpasst, wird der Rasen darüber hinaus mit grösstmöglicher Gleichmässigkeit gemäht. Ein Sensor und eine taktile Kontaktleiste in Fahrtrichtung sorgen für Sicherheit. Und das Beste: NaviMow mäht auf Mausklick Streifen- und Karomuster in den Rasen.

Autor(in) Computerworld Redaktion



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