Starkes zweites Quartal 11.08.2020, 13:13 Uhr

Zalando kommt gestärkt aus der Krise

Noch vor wenigen Monaten musste Zalando ein Sparprogramm auflegen, um die Folgen der Krise abzufedern. Inzwischen verdient der Online-Modehändler wieder kräftig. Doch intern gibt es manches aufzuarbeiten.
(Quelle: Pieter Beens / Shutterstock.com)
Nach einer Delle zu Beginn der Corona-Krise läuft das Geschäft für den Online-Modehändler Zalando inzwischen wieder prächtig.
Das liegt neben mehr Kunden und Bestellungen auch daran, dass immer mehr Marken und Einzelhändler die Plattform für den eigenen Vertrieb nutzen - und dafür eine Provision zahlen. "Wir sind aus der ersten Welle der Pandemie deutlich stärker herausgekommen, als wir hineingegangen sind", sagte Finanzchef David Schröder bei der Präsentation der Zahlen für das zweite Quartal.
Der Nettogewinn stieg zwischen Mai und Juni von 45,5 Millionen im selben Zeitraum des Vorjahres auf 122,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) wurde mit 211,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz stieg um 27,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro. Die Prognose für 2020 bekräftigte das Unternehmen.
Dabei hatte die Corona-Krise zunächst auch Zalando getroffen. Verbraucher konsumierten generell weniger. Der Online-Konzern machte im März deshalb deutliche Verluste und kündigte ein Sparprogramm von 350 Millionen Euro an, das unter anderem durch Gehaltsverzicht des Vorstands sowie der unteren Managementebene zustandekommen sollte. "Inzwischen konnten wir viele dieser Massnahmen wieder aufheben", sagte Schröder. "Wir haben wieder begonnen einzustellen", viele Mitarbeiter hätten Gehaltserhöhungen bekommen.

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