Online-Marktplatzbetreiber 13.08.2019, 13:24 Uhr

Scout24 prüft Alternativen für AutoScout24-Portal

Offensichtlich gibt Scout24 dem Druck seines Grossaktionärs Paul Singer nach und prüft derzeit "strategische Alternativen" für sein Portal AutoScout24. Scout24-Chef Tobias Hartmann sagte, es gehe darum "langfristigen Wert für alle unsere Aktionäre zu schaffen".
(Quelle: Scout24)
Der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 prüft "strategische Alternativen" für sein Portal AutoScout24 und gibt damit offensichtlich dem Druck seines Grossaktionärs Paul Singer nach. Der hatte zuvor gefordert, das Portal für Auto-Handel zu verkaufen. Der Vorstand habe eine Prüfung angestossen, teilte Scout24-Chef Tobias Hartmann am Dienstag in München mit. Es gehe darum "langfristigen Wert für alle unsere Aktionäre zu schaffen".
Bei seinem Kapitalmarkttag im November will der MDax-Konzern über die Zukunft des Auto-Marktplatzes Auskunft geben, hiess es. Singer ist mit seinem Hedgefonds Elliott mit knapp 7,5 Prozent der Anteile an Scout24 beteiligt. Im Juli hatte Scout24 ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe bis zu 300 Millionen Euro sowie eine Verschlankung seiner Strukturen angekündigt, um den Wert des Unternehmens zu steigern. Bereits da hatte Elliott Druck gemacht, das Rückkaufprogramm auszuweiten.

Aktie verzeichnet Rekordhoch

Der Kurs der Scout-Aktie reagierte am Dienstagmorgen nach Handelsstart zunächst mit dem Anstieg um bis zu 1,7 Prozent auf ein weiteres Rekordhoch bei 53,25 Euro. Zuletzt lag das Papier noch 0,1 Prozent im Plus. Bereits seit der Ankündigung des Aktienrückkaufprogramms geht es mit den Anteilen bergauf.
Das zweite Quartal des Anzeigenportals sei etwas besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analystin Sherri Malek vom Analysehaus RBC in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Das Unternehmen überzeuge durch die gute Abschätzbarkeit des weiteren Wachstums, kommentierte Analyst Marcus Diebel von der US-Bank JPMorgan.


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