Microsoft will Schweizer Cloud noch ausbauen

Aufpreis für die Schweiz

Die bisherigen Kosten für die zwei Rechenzentrumsanlagen bezeichnete Marc Holitscher, CTO von Microsoft Schweiz, an dem Anlass als «grösstes Einzelinvestment von Microsoft in der Schweiz in den vergangenen 30 Jahren». Diese Ausgaben müssten sich für den IT-Anbieter rechnen, weshalb die Schweizer Kunden einen Aufpreis für die lokale Datenhaltung und kürzere Latenzzeiten bezahlen müssen. Die Azure-Services würden 20 Prozent mehr kosten als in der Anlage in Amsterdam, sagte Amrein auf Nachfrage. Hingegen erwarte er bei den Plänen für Office 365 einen «vergleichbaren Preisrahmen wie in der EU».
Für die lokale Datenspeicherung in der Schweiz entscheidend ist der «ExpressRoute»-Zugang, wie Amrein sagte. Er konnte bis anhin nur vom Rechenzentrumsbetreiber Interxion in Glattbrugg und dem IT-Dienstleister InterCloud bezogen werden. Neu kämen Swisscom – ebenfalls im Raum Zürich – und ein noch zu bestimmter Anbieter im Raum Genf hinzu.
Weiterhin in der EU verwaltet werden die Benutzernamen für Azure und zukünftig auch Office 365, sagte Amrein auf Nachfrage von Computerworld. Für das «Azure Active Directory» gäbe es derzeit keine lokale Roadmap. Allerdings würden in der User-Verwaltung auch nur unkritische Daten abgelegt, beispielsweise Vorname und Name des Anwenders. Gegen diese Praxis gäbe es laut Amrein selbst bei Schweizer Kunden aus regulierten Industrien keine Vorbehalte. Denn die Namen der Mitarbeiter seien oftmals auch an anderen Orten öffentlich abrufbar.



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