Netzwerkausrüster Ericsson wächst im Schlussquartal

Konzernchef Ekholm: Ericsson ist auf Kurs

Konzernchef Börje Ekholm blickte zufrieden auf das vergangene Jahr zurück, in dem der Netzwerkausrüster Umsatz, operatives Ergebnis und Nettogewinn steigern konnte. Ericsson profitierte von der starken Nachfrage nach der neuen 5G-Mobilfunktechnik. Das Unternehmen sei auf Kurs, seine Ziele für das laufende Jahr 2020 und auch diejenigen für 2022 zu erreichen, befand Ekholm. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte Ericsson seine Umsatzziele für 2020 auf 230 bis 240 Milliarden Kronen angehoben. Für 2022 hatte sich das Unternehmen im Herbst eine operative Marge von 12 bis 14 Prozent als Ziel gesetzt.
Der Fokus auf steigende Investitionen in Forschung und Entwicklung in Verbindung mit operativer Effizienz zahle sich aus. Ericsson habe seine Technologieführerschaft wiedererlangt, verlorene Marktanteile zurückerobert und seine Finanzergebnisse verbessert, erklärte der Unternehmenschef. Ericsson ist neben Nokia und dem chinesischen Huawei-Konzern einer der grossen Netzwerkausrüster, die sich grosse Hoffnungen auf das 5G-Geschäft machen.
Ekholm verwies darauf, dass die Unsicherheit über den Fortgang des geplanten Zusammenschlusses von T-Mobile US und Sprint in den USA im vierten Quartal zu einem Rückgang des Nordamerika-Geschäfts geführt habe. Der angekündigte Abschluss des Deals ist seit 2018 immer wieder durch juristische Hürden aufgehalten worden. Die beiden US-Rivalen wollen erst dann stärker in die neue Mobilfunkgeneration 5G investieren, wenn klar ist, ob ihre Fusion genehmigt wird. Daraus habe für Ericsson nun der geringste Umsatzanteil in Nordamerika seit längerem resultiert, hiess es.
Zudem sei das operative Ergebnis im vierten Quartal unter anderem auch durch den Zukauf des Antennen- und Filtergeschäfts von Kathrein und höhere Investitionen beeinträchtigt gewesen. Dies sei der Hauptgrund dafür, dass die operative Marge in der Netzwerk-Sparte auf 14,5 Prozent zurückgegangen sei. Für 2020 erwartet Ekholm etwas höhere operative Kosten, die die Finanzziele jedoch nicht gefährden sollten, hiess es.
2019 legten die Erlöse im Gesamtjahr um 8 Prozent und auf vergleichbarer Basis um 4 Prozent auf 227,2 Milliarden Kronen zu. Nach einem Fehlbetrag von 6,3 Milliarden Euro im Vorjahr stand unter dem Strich nun ein Gewinn von 1,8 Milliarden Kronen. Die Aktionäre sollen eine um 0,50 Kronen erhöhte Dividende von 1,50 Kronen je Anteilsschein erhalten.


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