Brexit-Folgen 06.10.2016, 15:10 Uhr

Merkel fordert mehr Anstrengungen bei Digitalisierung

Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt auf eine forcierte Digitalisierung in Europa. Im Hinblick auf den EU-Ausstieg der Briten seien nun schnellere Beschlüsse erforderlich, um Schritt zu halten.
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Als Konsequenz aus der Entscheidung der Briten für einen EU-Austritt dringt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf raschere Entscheidungsprozesse in Europa, etwa im Bereich der Digitalisierung. Der Brexit-Entschluss sei ein schwieriger Einschnitt für Europa, sagte die CDU-Vorsitzende in Berlin auf dem Unternehmertag des Bundesverbandes Grosshandel, Aussenhandel und Dienstleistungen (BGA). Es seien aber nicht Vertragsänderungen nötig, sondern schnellere Beschlüsse in manchen Bereichen.
"Das Tempo der Digitalisierung, die Veränderung der Unternehmensstruktur, die Veränderung der Anwendungsmöglichkeiten und die Geschwindigkeit europäischer Rechtssetzung klaffen meilenweit auseinander", sagte Merkel. "Wir müssen in den Entscheidungen schneller werden."
Der Brexit-Entscheid hat die Europäische Union tief erschüttert. Die Verhandlungen über das Verlassen der EU sollen nach britischen Angaben spätestens im März 2017 beginnen. Vorverhandlungen erteilte Merkel auf der BGA-Tagung eine Absage. Die Kanzlerin sprach sich zugleich für eine Fortführung der Gespräche über das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) aus.




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