Test: Capture One Pro 21

Keine M1-Unterstützung

Was hingegen allen Besitzern eines Macs mit Apples eigener M1-CPU sauer aufstossen wird, ist die mangelnde Unterstützung für den neuen Prozessor. Die angepassten Programme schiessen an allen Ecken aus dem Boden und unterdessen hat sogar Microsoft seine Office-Schwergewichte angepasst. Eine sauber programmierte Anwendung wird in wenigen Stunden als «Universal Binary» kompiliert, aber Hersteller Phase One hat das scheinbar nicht auf die Reihe bekommen.
Das wirkt umso dreister, weil Version 21 eigentlich nur wenig Neues zu bieten hat, aber als Update trotzdem heftige 199 Franken kostet – was in Anbetracht des Gebotenen zu nahe an den 296 Franken für eine neue Vollversion ist.
Doch wie gut läuft die Software in der Emulation durch Rosetta 2? Wir haben das im direkten Vergleich zwischen einem iMac (3.6 GHz 8-Core Intel Core i9, 32 GB RAM, Radeon Pro 580X mit 8 GB, SSD) und einem neuen MacBook Air mit gerade einmal 8 GB RAM getestet. Auf die Bearbeitung gehen wir hier nicht weiter ein, denn die Bedienung läuft auch auf dem kleinen MacBook Air absolut flüssig. Das Zoomen in 24-Mpx-Dateien hinein, Anpassungen, Maskierungen … alles läuft zur vollsten Zufriedenheit.
Die grösste Herausforderung besteht eigentlich darin, dass eine Sammlung an RAW-Dateien exportiert wird. 215 editierte Fotos aus demselben Katalog wurden in JPEGs umgewandelt. Dazu benötigte der iMac 5:24 Minuten, das MacBook Air hingegen 30:25 Minuten. Während der iMac nach einer Minute den Lüfter anwarf, wurde das lüfterlose MacBook Air nach etwa zehn Minuten spürbar gedrosselt.
Das Verdikt ist klar. Allerdings wurde der iMac bei anderer Gelegenheit auch schon vom MacBook Air überholt, trotz Emulation. Unter dem Strich zeigt das Resultat vor allem, dass die fehlende Unterstützung für den M1 eine grosse Unterlassungssünde sein kann. Mehr zu den Eigenheiten der M1-CPU und andere Details zur Rechenarchitektur finden Sie im Test zum neuen MacBook Pro.



Das könnte Sie auch interessieren