Linux unter Windows

Shell nutzen

Nachdem Sie jetzt die Grundlagen kennengelernt haben, ist es an der Zeit, sich ein wenig intensiver mit WSL zu beschäftigen. Öffnen Sie ein Fenster des Terminals oder der PowerShell und geben Sie wsl ein, um etwa die Ubuntu-Shell zu starten. Hier können Sie nun verschiedene Linux-Befehle eintippen und ausführen. So zeigt etwa das bereits kurz erwähnte Kommando ls den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses. Mit sudo apt update und sudo apt upgrade sowie Ihrem Passwort aktualisieren Sie das virtuelle Ubuntu. Das sollten Sie aus Sicherheits- und Stabilitätsgründen immer wieder mal durchführen.
Geben Sie danach zum Beispiel den Befehl sudo apt install neofetch ein, um das Linux-Tool Neofetch zu installieren. Bestätigen Sie die Rückfrage mit der Taste Y und warten Sie kurz, bis das Tool installiert wurde. Geben Sie danach den Befehl neofetch ein, um es zu starten. Das Tool informiert mitsamt einer hübschen Grafik über das installierte Betriebssystem, die Kernel-Version und einiges mehr, Bild 11.
Bild 11: Das Linux-Tool Neofetch liefert Details über das installierte Ubuntu
Quelle: PCtipp.ch
WSL ermöglicht sogar einen direkten Zugriff auf die Windows-Dateien, die das System automatisch unter dem Pfad /mnt/c einbindet. In welchem Verzeichnis Sie sich aktuell befinden, sehen Sie in der Linux-Shell links vom Eingabe-Prompt. Zuerst kommt der Benutzername, mit dem Sie bei Ubuntu angemeldet sind, gefolgt vom Rechnernamen sowie dem aktuellen Verzeichnis. Beim Start des WSL-Ubuntus befinden Sie sich also auch mit der Linux-Shell gleich in Ihrem Windows-Profilverzeichnis, wo Sie Dokumente öffnen und bearbeiten können. Zum Wechsel in andere Verzeichnisse verwenden Sie den Befehl cd, den es auch unter Windows gibt.
Bild 12: WSL bindet die Linux-Verzeichnisse automatisch in Windows ein und umgekehrt
Quelle: PCtipp.ch
Um von Windows aus auf die Linux-Verzeichnisse zuzugreifen, öffnen Sie den Windows-Datei-Explorer und navigieren erst zu Dieser PC und danach zu Linux, Bild 12. Dasselbe Ziel erreichen Sie übrigens auch, wenn Sie im Adressfeld des Datei-Explorers den Befehl \\wsl.localhost eintippen.



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