Virtuelle Assistenzsysteme 16.11.2018, 13:05 Uhr

Microsoft verspricht Bots für jedes Unternehmen

Microsoft bringt eine Open-Source-Lösung an den Start, mit der Unternehmen ohne viel Aufwand ihre eigenen Bots entwickeln können.
(Quelle: Artram / Shutterstock.com )
Cortana, Alexa und Co. bekommen Gesellschaft: Geht es nach Microsoft, soll schon bald jedes Unternehmen über ein massgeschneidertes Assistenzsysteme verfügen, das Mitarbeiter bei der Kundenbetreuung unterstützt oder gar für die sprachgestützte Steuerung von digitalen Diensten zum Einsatz kommt. Als Basis liefern die Redmonder mit Virtual Assistant nun eine Open-Source-Lösung, mit der Firmen ohne grosse Hindernisse unternehmensspezifische Bots entwickeln können. Den dazugehörigen Quelltext haben die Entwickler auf GitHub veröffentlicht.
Virtual Assistant soll Unternehmen die Entwicklung eigener Assistenzsysteme ermöglichen.
(Quelle: Microsoft)
Technologisch basieren die mit der Lösung erstellen Assistenzsysteme auf Microsofts Enterprise Templates für Conversational AI. Je nach Bedarf haben Unternehmen dadurch die Möglichkeit, ihre Assistenten mit Sprach-, Konversations- und maschinellen Seh-Funktionalitäten auszustatten sowie die Bots mit bestehenden Diensten zu vernetzen.
Aktuell steht die Lösung lediglich als Vorschauversion für interessierte Entwickler bereit. In den kommenden Monaten soll ein breiterer Rollout erfolgen.

Business Bots im Praxiseinsatz

Microsoft beschreibt auf der GitHub-Seite drei mögliche Einsatzszenarien für seinen freien Bot-Baukasten. So sei etwa ein Einsatz in der Automobilindustrie als sprachgesteuerter Personal Assistant denkbar, der direkt mit dem Radio, dem Navigationssystem und der Freisprecheinrichtung verbunden ist. Vernetzt mit den Diensten des Fahrers könne der Assistent etwa per Sprachkommando auf die Aufgabenliste zugreifen oder Termine in Outlook festlegen. Auch proaktive Handlungen, wie der Hinweis auf alternative Routen im Falle von Verkehrsbehinderungen, können mit der Open Source realisiert werden.
Als zweites Praxisbeispiel nennt Microsoft den Einsatz als Smart-Home-Assistent in Hotelzimmern. Dort könne der Bot etwa für die Steuerung der Zimmer-Elektronik oder als Concierge zum Einsatz kommen, der Vorschläge für lokale Restaurants und Attraktionen liefert.
Zu guter Letzt sei auch eine Nutzung für interne Prozesse im Unternehmen denkbar. Etwa als digitale Auskunft im Firmenchat Slack oder als sprachgesteuerter Verwalter für Kalendereinträge oder die Belegung von Besprechungsräumen.

Microsoft akquiriert XOXCO

Im Rahmen der Vorstellung von Virtual Assistant informiert Microsoft auf seinem Blog auch über die Akquise des KI-Spezialisten XOXCO. Mit dem Zukauf bauen die Redmonder ihre Expertise im Bereich der digitalen Assistenzsysteme weiter aus. XOXCO ist vor allem für seine Lösung Howdy bekannt, dem ersten kommerziell erhältlichen Bot für Slack, der bei der Terminplanung von Meetings hilft.




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