Kraftfahrt-Bundesamt 17.10.2016, 23:09 Uhr

Tesla weist Behördenkritik am "Autopilot"-Namen zurück

Schon wieder geht es um Teslas "Autopilot"-System, und schon wieder weist der Autobauer Kritik daran zurück. Das Unternehmen habe stets betont, dass die Fahrer den Überblick und die Kontrolle über das Fahrzeug behalten müssten.
(Quelle: Shutterstock.com/Phil Stafford)
Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat deutsche Behörden-Kritik zurückgewiesen, der Name "Autopilot" für sein Fahrassistenzsystem sei irreführend. "Wir haben grosses Vertrauen zu unseren deutschen Kunden und uns sind keine von ihnen bekannt, die die Bedeutung missverstanden hätten", erwiderte das US-Unternehmen in einer Antwort auf den am Wochenende bekanntgewordenen Brief des Kraftfahrt-Bundesamtes. Tesla sei aber bereit, dazu eine Umfrage durchzuführen.
Wie zunächst die "Bild am Sonntag" berichtet hatte, schrieb das Bundesamt an Tesla: "Um Missverständnissen und falschen Kundenerwartungen vorzubeugen, fordern, wir den irreführenden Begriff Autopilot bei der Bewerbung des Systems nicht mehr zu nutzen." Zudem schrieb die Behörde auch die Tesla-Fahrer an.
Tesla konterte, das Unternehmen habe stets betont, dass die Fahrer beim Einsatz des Systems den Überblick und die Kontrolle über das Fahrzeug behalten müssten. Auch in der Luftfahrt werde als Autopilot ein Unterstützungssystem bezeichnet, das unter Aufsicht des Piloten arbeite. Die Warnung vom KBA sei "besonders ironisch mit Blick auf die berühmte deutsche Autobahn", erklärte Tesla. "Glauben sie, dass die Deutschen das auch missverstehen?"



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