So verstecken die Netzbetreiber ihre Mobilfunkantennen

Interview zum neuen Street Connect von Kathrein

Helmut Mühlbauer, Leiter Produktmanagement Mobilfunkantennen bei Kathrein
Wie kam Kat
hrein überhaupt auf die Idee, den Mobilfunk in den Boden zu verlegen?
Helmut Mühlbauer: Die ursprüngliche Idee kam vom Mobilfunkanbieter Swisscom, der nach einer Strategie zur Netzverdichtung in Innenstädten gesucht hat. Um die Idee in ein Serien­produkt umzusetzen, war Swisscom auf Partner angewiesen und nahm Kathrein sowie Ericsson mit ins Boot. Das Proof of Concept wurde zusammen mit Swisscom durchgeführt.

Wie verhalten sich die Kosten von Street Connect gegenüber einer ober­irdischen Antenne?
Mühlbauer: Es entfallen die Kosten für eine aufwendige Standortsuche, zum Beispiel an Gebäuden, Litfasssäulen oder Strassenlaternen. Auch die Standortmiete ist kein Thema. Es gibt nur einen Ansprechpartner, nämlich das Tiefbauamt beziehungsweise die Stadtverwaltung. Die Antenne rückt wesentlich näher an Datenleitungen und Stromleitungen in der Erde, was die Anbindung an das Core-Netz wesentlich erleichtert und damit die ­Kosten senkt.

Kathrein Street Connect
Benötigt dann jeder Carrier ein eigenes Street Connect oder können Sie mehrere Anbieter mit einem System bedienen?
Mühlbauer: Theoretisch kann das System mehrere Carrier beziehungsweise Betreiber bedienen, da die für diesen Anwendungsfall gängigsten LTE- und 3G-Bänder unterstützt werden. Es ist jedoch abhängig von den geltenden Gesetzen in den einzelnen Ländern, wie viel Leistung in Summe abgestrahlt werden darf.




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