EU-Kommission will 5G-Mobilfunkausbau vorantreiben

Fehler bei 4G LTE sollen nicht wiederholt werden

Mit Blick auf die geplante Einführung des neuen superschnellen Mobilfunkstandards 5G warnte Ansip davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Dass manche Länder bei der Frequenzvergabe für 4G LTE nur den maximalen Gewinn und nicht die maximale Abdeckung im Auge gehabt hätten, habe dazu geführt, dass diese in der EU bis heute im Schnitt weit geringer sei als beispielsweise in Südkorea, Japan oder den USA.
Dass es anders gehe, zeigten aber auch EU-Länder wie Finnland und Schweden. "In Lappland zum Beispiel gibt es im Schnitt nicht einmal einen Einwohner je Quadratkilometer, aber wenn sie dort Pilze oder Beeren sammeln, haben sie 5G und Zugang zum Internet", verdeutlichte Ansip. Wenn er selbst hingegen von Brüssel nach Strassburg fahre, gebe es auf Dutzenden Kilometern keinerlei Mobilfunkempfang.
"Wir brauchen in diesem Bereich irgendeine Art von Mindeststandard", sagte Ansip. Gleichzeitig müssten aber die Investitionsbedingungen verbessert werden. Schätzungen zufolge würden mindestens 500 Milliarden Euro benötigt, um die 5G-Ausbauziele zu erreichen. Spätestens 2025 sollte in allen grossen Städten Europas und auf allen Hauptverkehrswegen das superschnelle Internet verfügbar sein.
Wie möglichst zügig eine gemeinsame europäische Linie bei den konkreten Projekten gefunden werden kann, soll diesen Dienstag bei einem Ministertreffen in Luxemburg diskutiert werden. Die Arbeiten zum Aufbau des digitalen Binnenmarkts müssten beschleunigt werden, heisst es in den Schlussfolgerungen zu dem am Freitag zu Ende gegangenen EU-Gipfel.




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