Frequenzversteigerung 28.03.2019, 13:00 Uhr

5G-Auktion wird zum Milliardengeschäft für den Bund

Wie erwartet wird die 5G-Frequenzauktion, die noch mehrere Wochen läuft, dem Bund einen Milliardenbetrag in die Kasse spülen. Unterdessen will United Internet die Dividende radikal kürzen, sollte das Unternehmen selbst Frequenzen ersteigern können.
(Quelle: mato181/shutterstock)
Bei der Versteigerung von 5G-Mobilfunkfrequenzen wurde die Milliardenmarke geknackt. Die vier teilnehmenden Telekommunikationsfirmen boten am Mittwochabend und damit am Ende des siebten Auktionstages zusammengerechnet 1,03 Milliarden Euro, wie aus der Webseite der Bundesnetzagentur hervorgeht. Der Wert dürfte noch deutlich steigen, die Versteigerung dauert wohl noch einige Wochen. Experten schätzen die Gesamterlöse für den Staat auf drei bis fünf Milliarden Euro. Der Bund will das Geld in die Digitalisierung stecken.
Die Einnahmen für den Bund sind umstritten. So macht sich die Gewerkschaft Verdi dafür stark, dass der Staat darauf verzichtet. Die Netzbetreiber sollten die Frequenzblöcke gratis bekommen, damit sie mehr Geld in der Kasse haben für umfassende Investitionen in den Netzausbau. Neben den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica nimmt auch die United-Internet-Tochter Drillisch teil.
Der aktuelle Stand in der Auktion ist eine Momentaufnahme. Keiner der 41 Frequenzblöcke ist bereits vergeben, jede Firma kann auf jedem Block noch überboten werden. Allerdings zeigt sich schon jetzt, dass die 2-Gigahertz-Frequenzblöcke begehrt sind. Für sie wurden zwischen 16 und 59 Millionen Euro geboten. Für die Blöcke im Frequenzbereich 3,6 Gigahertz liegen die Gebote nur bei zwei bis 27 Millionen Euro. Je niedriger die Frequenz, desto weiter die Reichweite - daher sind die 2-Gigahertz-Blöcke wohl begehrter.



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