SBB-Pilotprojekt 09.09.2020, 10:10 Uhr

Mobilitäts-App-Test: Yumuv

Die SBB testet derzeit mit Yumuv eine neue Mobilitäts-App. Nebst ÖV-Tickets kann man E-Trottinetts und E-Bikes nutzen. PCtipp hat die App ausprobiert.
Noch eine Mobilitäts-App aus der Schweiz: Yumuv ist ein Forschungsprojekt von SBB, Bernmobil, der VBZ und der BVB
(Quelle: Screenshot/Play Store/PCtipp.ch )
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben mit Yumuv ein neues Mobilitäts-Pilotprojekt gestartet. Mit Yumuv arbeiten die SBB gemeinsam mit Bernmobil, der VBZ und der BVB in den Städten Bern, Basel und Zürich daran, ein neues Mobilitäts-Abo zu erarbeiten. Das Abo soll nicht nur die Nutzung von S-Bahn und Trams ermöglichen, sondern auch E-Trotti-, E-Bike- und Auto-Sharingdienste sowie Taxi. Die App ist für Android und iOS verfügbar.
Hinweis: Derzeit kann, wer will, sich bei der App als Pilotkunde/-in anmelden.
Die SBB bildet mit den städtischen Verkehrsbetrieben eine einfache Gesellschaft (Yumuv). Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der ETH Zürich.
PCtipp hat die App ausprobiert. Mangels E-Trotti- oder E-Bike-Abo nutzte ich lediglich die ÖV-Verbindungen.

So sieht die App aus

So sieht Yumuv aus
Quelle: Screenshots/PCtipp.ch

In der App finden Sie die Registerkarten In der Nähe, Wohin? und Tickets sowie das Profil.
Wie von z.B. Google Maps gewohnt, können Sie sich – sofern Sie die Standortfreigabe erteilen – die verfügbaren ÖV-Verbindungen sowie E-Trottis (Voi, Tier) oder E-Bikes (Bond) in Ihrer Nähe anzeigen lassen. Autosharing soll offenbar bald folgen.

So funktionierts

Mangels E-Trotti- oder E-Bike-Abo nutzte ich lediglich die ÖV-Verbindungen. Hierzu tippt man unter dem Tab In der Nähe auf den Button ÖV.
In der Nähe
Grundsätzlich sei gesagt: In der Stadt Zürich funktioniert dies ziemlich gut. Wer in der Agglo wohnt, muss allenfalls eine (Bus-)Station auf der Karte suchen.
Für Pendler möglicherweise anfangs etwas verwirrend: Sagen wir, Ihre favorisierte Bus-Verbindung fährt jeweils um 7:20 Uhr. Wenn Sie diese kurz zuvor suchen, wird sie jedoch nicht mit der gewohnten Abfahrtszeit angezeigt. Sie sehen zuerst die nächsten Verbindungen, welche beispielsweise mit 7 Min oder 40 Min angezeigt werden. In der Stadt ist das natürlich sehr nützlich, da alle paar Minuten ein neues Tram oder der nächste Bus anrollt.
Wer von Zuhause nachschaut, dem wird (in der Agglo) ausserdem nicht die nächste Abfahrzeit angezeigt, sondern, wann er von der heimischen Stube losgehen muss. Mit direkten Verbindungen klappt das Auffinden auch ausserhalb der Stadt erstaunlich gut. Bei einer Umsteige-Verbindung hatte ich kein Glück.
Was nicht geht: Wer sowohl Station als auch Verbindung gefunden hat, kann leider nicht direkt ein Ticket lösen!
Wohin?
Unter dem Tab Wohin? Können Sie Ihr Reise-Ziel eingeben. Ähnlich wie in Google Maps sind Zuhause und Arbeit als Favoriten speicherbar.
Via Wohin? gibt es nun zwar einen Ticket-Button. Die Option Billetkauf / Meine Billette finden Sie allerdings eins zu eins im Tab Tickets wieder.
Wer sich die Mühe macht und die Zielstation eingibt, kann über mehrere Schritte ein Einzelbillet lösen. Einfacher wirds, wenn Sie bereits einmal eines gelöst haben, dann wird diese Option gespeichert und direkt angezeigt.
Was nicht geht: Das Einzelbillet auf ein 24-Stunden-Ticket umändern.
Hinweis: Die hier angezeigten Ergebnisse können Sie jeweils mit Daumen hoch oder Daumen runter bewerten. Und angeben, was genau nicht wunschgemäss war. Bei meinem Versuch in der Zürcher Agglo wurden Verbindungen teilweise nicht gefunden. Wer möchte, kann solches in der Pilotphase zurückmelden.



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