15.01.2013, 00:00 Uhr
Junginformatiker an Schweizer Informatik-Olympiade ausgezeichnet
Zum 18. Mal wurde am Samstag an der ETH Zürich der Tag der Schweizer Informatik-Olympiade (SOI-Tag) durchgeführt, an dem die Sieger der ersten Runde der Schweizer Informatik-Olympiade geehrt wurden. Die ersten drei Plätze belegten Timo Bräm aus Burgdorf (Gymnasium Burgdorf, BE), Johannes Kapfhammer aus Münchenstein (Gymna-sium Münchenstein, BL), und punktegleich Florian Schröder aus Cham (Kantonsschule Zug, ZG) und Peter Müller aus Kirchdorf (Kantonsschule Wettingen, AG). Die ersten drei Ränge beim Kreativitätspreis gewannen Fabian Lyck aus Ittigen (Gymnasium Neufeld, BE), Benjamin Schmid aus Sarnen (Kantonsschule Obwalden, OW) und Jean-Marie Bise aus Lausanne (Ecole Professionnelle EPSIC, VD), während Viviane Kehl aus Küsnacht (MNG Rämibühl, ZH) als beste Teilnehmerin den Frauenförderungspreis gewann. Weiter räumte der erst 14jährige Lorenz Brun aus Zürich (MNG Rämibühl, ZH) den Jugendpreis ab ? und dies bereits zum zweiten Mal in Folge. Die besonders begehrten Plätze des Davos Camps gingen an 12 Jugendliche aus den Kantonen Bern (4), Basel-Land (1), Zug (1), Aargau (4), Zürich (1), und Obwalden (1). Die beiden renommierten Professoren Alexander Repenning (University of Colorado, USA) und David Harel (Weizmann Institu-te of Science, Israel) hielten zudem spannende Vorträge.
Die Schweizer Informatik-Olympiade (SOI) fördert gezielt Mittel- und Berufsschülerinnen und -schüler im Fach Informatik und unterstützt sie mit hochstehenden Trainings. In drei Runden werden die jeweiligen Sieger ermittelt. Die Gewinner der ersten Runde werden im Rahmen des SOI-Tages geehrt. Sie haben damit gute Chancen für die weiteren Qualifikationsrunden und ergattern vielleicht sogar einen der begehrten Plätze für die Internationale Informatik-Olympiade (IOI), die im Juli 2013 in Australien stattfinden wird. Bevor es jedoch soweit ist, absolvieren die 12 besten noch das Davos Camp ? ein Trainingslager, an dem die Talente unter anderem von exzellenten Informatikern der ETH Zürich gecoacht werden.
Spielspass und Kreativität hoch geschrieben
Im Vorfeld des SOI-Tages hatten die fast 30 Teilnehmenden ihre Programmierlösungen für komplexe Probleme eingesandt. ?Es gibt nicht einfach eine Musterlösung?, betonte Sandro Feuz, SOI-Betreuer und selbst ehemaliger Teilnehmer, ?sondern verschiedene mögliche Ansätze, die ans Ziel führen?. In einer Aufgabe musste beispielsweise ein Programm geschrieben werden, mit dem mit möglichst wenigen Handbewegungen eine Melodie auf dem Klavier gespielt wurde. Für die Jugendlichen, die bisher virtuell miteinander kommunizierten, ist der SOI-Tag die erste Gelegenheit, sich und die SOI-Organisatoren erstmals in der realen Welt kennenzulernen. An einer dem Fernsehspiel ?Wer wird Millionär? nachempfundenen Aufgabe war Kreativität ge-fragt: Es galt ein Programm zu schreiben, das am besten in der Lage war, die richtige aus den vier zur Auswahl stehenden Antworten auf verschiedene Fragen zu eruieren. Fabian Lyck aus Ittigen (Gymnasium Bern Neufeld, BE) löste die Aufgabe mit Bravour und wurde damit verdien-ter Gewinner des ?Kreativitätspreises?, Benjamin Schmid aus Sarnen (Kantonsschule Obwalden, OW) und Jean-Marie Bise aus Lausanne (Ecole Professionnelle EPSIC, VD) belegten die Ränge 2 und 3. Der erst 14jährige Lorenz Brun aus Zürich (MNG Rämibühl) gewann zum zweiten Mal in Folge den Jugendpreis für ein besonders grosses Jungtalent. Lorenz beherrscht bereits zahlreiche Programmierkniffe und Algorithmen, und aufgrund seiner Jugendlichkeit bleiben ihm noch eini-ge Jahre, um seine Kunst zu perfektionieren, und vielleicht einmal zu den Gewinnern zu gehö-ren. Die Jungprogrammiererin Viviane Kehl aus Küsnacht (MNG Rämibühl) gewann den SOI-Frauenförderungspreis, konnte ihn aber nicht persönlich abholen: Sie knobelte gleichentags für die Schweizer Mathematik-Olympiade an einer Vorbereitungsveranstaltung.
?Programming is hard and boring? ? nein!
Gleich zwei Informatikprofessoren hielten Vorträge über ihr jeweiliges Fachgebiet: Professor Alexander Repenning (University of Colorado, USA) und David Harel (Weizmann Institute of Sci-ence, Israel) lieferten spannende Erkenntnisse aus ihren Forschungsprojekten. Repenning präsen-tierte seine Studie zu Informatikprojekten an Mittelschulen, die zum Ziel hatte, das negative Image der Informatik bei vielen Schülerinnen und Schülern zu korrigieren (?Programming is hard and boring?). In den Studien zeigte sich, dass Schulklassen begeistert waren, als sie die Mög-lichkeit erhielten, eigene Graphikprogramme zu kreieren und so einen Einblick in die Welt des Programmierens erhielten. Repennings Forschungsresultate sind auch für die Schweiz relevant, da die Informatik an unseren Schulen nach wie vor nur ein Freifach ist. (ph) www.olympiads.ch www.soi.ch
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Spielspass und Kreativität hoch geschrieben
Im Vorfeld des SOI-Tages hatten die fast 30 Teilnehmenden ihre Programmierlösungen für komplexe Probleme eingesandt. ?Es gibt nicht einfach eine Musterlösung?, betonte Sandro Feuz, SOI-Betreuer und selbst ehemaliger Teilnehmer, ?sondern verschiedene mögliche Ansätze, die ans Ziel führen?. In einer Aufgabe musste beispielsweise ein Programm geschrieben werden, mit dem mit möglichst wenigen Handbewegungen eine Melodie auf dem Klavier gespielt wurde. Für die Jugendlichen, die bisher virtuell miteinander kommunizierten, ist der SOI-Tag die erste Gelegenheit, sich und die SOI-Organisatoren erstmals in der realen Welt kennenzulernen. An einer dem Fernsehspiel ?Wer wird Millionär? nachempfundenen Aufgabe war Kreativität ge-fragt: Es galt ein Programm zu schreiben, das am besten in der Lage war, die richtige aus den vier zur Auswahl stehenden Antworten auf verschiedene Fragen zu eruieren. Fabian Lyck aus Ittigen (Gymnasium Bern Neufeld, BE) löste die Aufgabe mit Bravour und wurde damit verdien-ter Gewinner des ?Kreativitätspreises?, Benjamin Schmid aus Sarnen (Kantonsschule Obwalden, OW) und Jean-Marie Bise aus Lausanne (Ecole Professionnelle EPSIC, VD) belegten die Ränge 2 und 3. Der erst 14jährige Lorenz Brun aus Zürich (MNG Rämibühl) gewann zum zweiten Mal in Folge den Jugendpreis für ein besonders grosses Jungtalent. Lorenz beherrscht bereits zahlreiche Programmierkniffe und Algorithmen, und aufgrund seiner Jugendlichkeit bleiben ihm noch eini-ge Jahre, um seine Kunst zu perfektionieren, und vielleicht einmal zu den Gewinnern zu gehö-ren. Die Jungprogrammiererin Viviane Kehl aus Küsnacht (MNG Rämibühl) gewann den SOI-Frauenförderungspreis, konnte ihn aber nicht persönlich abholen: Sie knobelte gleichentags für die Schweizer Mathematik-Olympiade an einer Vorbereitungsveranstaltung.
?Programming is hard and boring? ? nein!
Gleich zwei Informatikprofessoren hielten Vorträge über ihr jeweiliges Fachgebiet: Professor Alexander Repenning (University of Colorado, USA) und David Harel (Weizmann Institute of Sci-ence, Israel) lieferten spannende Erkenntnisse aus ihren Forschungsprojekten. Repenning präsen-tierte seine Studie zu Informatikprojekten an Mittelschulen, die zum Ziel hatte, das negative Image der Informatik bei vielen Schülerinnen und Schülern zu korrigieren (?Programming is hard and boring?). In den Studien zeigte sich, dass Schulklassen begeistert waren, als sie die Mög-lichkeit erhielten, eigene Graphikprogramme zu kreieren und so einen Einblick in die Welt des Programmierens erhielten. Repennings Forschungsresultate sind auch für die Schweiz relevant, da die Informatik an unseren Schulen nach wie vor nur ein Freifach ist. (ph) www.olympiads.ch www.soi.ch
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