Strategien gegen Spam-Mails

Absender prüfen und mehrere Adressen einrichten

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Verbrauchern, schon bei Betreffzeilen vorsichtig zu sein: «Bevor Mails mit Betreffzeilen wie «Re: Ihre Anmeldung» oder «Sie haben gewonnen!» geöffnet werden, sollte man besser erst einmal auf den Absender schauen.» Hierbei wird meist die kryptische Mailadresse des Versenders sichtbar, und die Mail kann als Spam markiert werden.
Idealerweise besitzen Verbraucher mehrere Mailadressen. Diese sollten nach Wichtigkeit sortiert werden. Sprich: Eine Adresse gilt nur für berufliche Kontakte und eine andere für private Zwecke wie soziale Netzwerke oder Online-Shopping.

Spamfilter kontrollieren und Alias verwenden

Einige Mail-Anbieter bieten ausserdem praktische Services an: Bei Gmail, dem E-Mail-Dienst von Google, kann man seine Mailadresse um einen Alias erweitern. Wenn die E-Mail-Adresse beispielsweise robert@gmail.com lautet, kann auch robert+onlinebanking@gmail.com als Adresse angegeben werden. Die E-Mails kommen trotzdem an, beschreibt es Stephan Dörner.
Bei vielen Mail-Dienstleistern gehört ein Spamfilter mittlerweile zum Standardprogramm. GMX beispielsweise bietet neben einem Spam- und Virenschutz auch eine Blacklist. Die fungiert als persönliche Sperrliste. Hier werden alle Mailadressen aufgenommen, von denen der Nutzer auf keinen Fall Post erhalten möchte. «Der Spam-Schutz ist allerdings bei allen wichtigen E-Mail-Anbietern auch automatisch aktiv», sagt Stephan Dörner. Viele Spamfilter sind darüber hinaus lernfähig. Sprich: Wenn Nutzer eine Mail als «Spam» markieren, wird die nächste Nachricht vom gleichen Absender in häufigen Fällen als Spamverdacht abgespeichert. Allerdings können hierbei auch Fehler passieren.

Manuell Spam verwalten

Deswegen haben Anwender die Möglichkeit, manuell nachzukorrigieren, um so fälschlich als Spam markierte Mails aus dem Spam-Ordner zu fischen. Ebenso können nicht erkannte Spam-Mails nachträglich markiert werden, sagt Lisa Hinze. Wenn diese Lernphase abgeschlossen ist, arbeiteten diese Filter in der Regel recht zuverlässig, so ihre Erfahrung. Von Maximilian Konrad, dpa



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