Onlinehandel 14.06.2019, 10:35 Uhr

Online mit Futures handeln: So funktioniert es

Der Online-Handel mit Futures ist längst auch für Privatanleger zugänglich. Doch neben dem enormen Gewinnpotenzial sind Futures, gleich welcher Grösse und welchen Umfangs auch risikoreich.
(Quelle: 123rf.com / solarseven)
Seit Jahren wird der Handel mit Futures immer beliebter. War er lange professionellen Händlern vorbehalten, ist nun auch für Privatanleger ein recht einfacher Zugang möglich. Die sogenannten Terminkontrakte werden auf sämtlichen relevanten Märkten gehandelt. Dabei unterliegt der Handel einer behördlichen Regulierung und gilt gemeinhin als kostengünstig. Bekannt ist der Futures-Handel heute vor allem aufgrund seines enormen Gewinnpotenzials. Doch die Gewinnchancen haben auch eine Schattenseite, denn die Risiken können hoch sein. Daher sollte nur dann mit Futures gehandelt werden, wenn die Handhabung der Terminkontrakte verstanden wurde.
 
Privatanleger, die sich im Futures-Handel versuchen möchten, finden bei vielen Banken und Brokern mittlerweile für sie leicht zu handhabende Mini-Futures oder auch Differenzkontrakte. Sie stellen eine gelungene Alternative zu den grossenTerminkontrakten dar und haben vor allem den kleinen Anlegern den Zugang zu dem Markt erleichtert.

So funktionieren die Termingeschäfte

Futures sind Termingeschäfte. Käufer und Verkäufer verpflichten sich hier, die Kontrakte zu einem vorgesehenen Stichtag zu kaufen bzw.  zu verkaufen. Dabei wird grundsätzlich der Preis gezahlt, der im Voraus zwischen den beiden Seiten ausgehandelt wurde. Das Prinzip ist mit dem anderer Märkte vergleichbar. Es gibt bei den Futures jedoch eine Besonderheit. Es gibt immer einen Basiswert. Dieser beeinflusst aber nicht allein den Preis. Dieser wird durch den Kassakurs bestimmt.
 
Bei dem Handel mit Futures muss der Preis durch den Käufer zudem nicht direkt in voller Höhe entrichtet werden. Zunächst erfolgt lediglich eine kleine Einlage, die als Sicherheitsleistung dient. Der Rest muss dann zum Stichtag gezahlt werden. Für die Anleger bedeutet dies vor allem mehr Liquidität, denn sie müssen zu Beginn nur wenig Geld investieren. Hier gibt es aber gerade für Anfänger ein enormes Risiko. So besteht immer die Gefahr, dass die noch offenen Verbindlichkeiten aus dem Blick geraten und sich die Anleger verplanen.

Differenz wird als Anlage genutzt

Zwischen der gezahlten Sicherheitsleistung sowie dem Marktpreis, der für einen Kontrakt fällig wird, entsteht eine Differenzsumme. Diese Summe wird bewusst angelegt, wobei für sie in der Regel ein sicherer Zinssatz gezahlt wird. Durch den festgelegten Zinssatz können die Anleger Erträge erzielen. Deren Höhe entspricht immer der Differenz zwischen Kassakurs und Terminkurs.
 
Bei Financial Futures hat sich diese Konstellation in den letzten Jahren bewährt und findet sich in dieser Form im Handel mit den Futures immer wieder. Bei Futures, die sich auf Rohstoffe beziehen, sieht das schon wieder anders aus. Hier gibt es auch Konstellationen, die von dem gängigen Modell abweichen. Grund sind die möglichen Preisentwicklungen bei Rohstoffen, die enormen Schwankungen unterliegen. Steigt bei Rohstoffen die Nachfrage zeitweise stark an, kann der aktuelle Preis, der für diese lanciert wird, über dem Niveau des Zukunftspreises rangieren. Dadurch ergeben sich natürlich ganz neue Chancen und Risiken an der Börse.
 
Futures werden prinzipiell als Hebel-Instrumente angesehen, weil sie zu Beginn deutlich geringere Summen für eine Anlage brauchen. Wie dieser Hebel genau wirkt und wie gross dieser tatsächlich ist, hängt zum einen von dem Kontraktwert zum Zeitpunkt des Kaufes und zum anderen von dem Betrag ab, der gezahlt werden muss, wenn der Kauf der Position ansteht. Wie beim Online-Trading insgesamt müssen auch bei den FuturesKostenunterschiede zwischen den Anbietern bedacht werden.


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