iPhone-Verschlüsselung 15.01.2020, 21:09 Uhr

Trump erhöht Druck auf Apple

Im Streit über Hintertüren für Behörden zum Zugriff auf Smartphone-Daten hat sich nun auch US-Präsident Donald Trump eingeschaltet - und erhöht damit den Druck auf Apple.
US-Präsident Donald Trump
(Quelle: shutterstock.com/Evan El-Amin)
Im Streit über Hintertüren für Behörden zum Zugriff auf Smartphone-Daten wird Apple jetzt von US-Präsident Donald Trump persönlich unter Druck gesetzt. Trump schrieb bei Twitter, seine Regierung helfe Apple in Handelsfragen und anderen Belangen "die ganze Zeit". Dennoch weigere sich der Konzern, Behörden den Zugang zu verschlüsselten Telefonen zu ermöglichen, "die von Mördern, Drogendealern und anderen gewalttätigen kriminellen Elementen" benutzt würden. Trumps Forderung an die Verantwortlichen des Unternehmens: "Sie müssen sich jetzt der Herausforderung stellen und unserem grossartigen Land helfen!"
Im aktuellen Fall geht es um zwei iPhones eines saudischen Offiziers, der im Dezember drei US-Soldaten auf einem Marinefliegerstützpunkt in Florida getötet hatte. Damit spitzte sich jedoch ein schon seit langem laufender Streit zu. Apple weigert sich kategorisch, für Ermittler einen Weg zu schaffen, den Passwort-Schutz eines gesperrten iPhone aushebeln könnten. Der Konzern argumentiert, eine entsprechende Hintertür würde die Sicherheit für alle Nutzer verschlechtern und könnte auch von Kriminellen missbraucht werden. Ermittlungsbehörden verweisen auf das Problem, dass sie nicht auf Informationen auf Telefonen von Verdächtigen zugreifen könnten.



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