Klimaanlage 2.0 nutzt Gesichter als Thermostat

Vom Labor in die Praxis

Im Prinzip sehen die Forscher in HEAT den nächsten logischen Schritt von internetfähigen, lernenden Smart-Thermostaten zu Systemen, bei denen es keine sichtbaren Thermostaten mehr gibt. Im Laborversuch mit zehn Personen im Raum hat das laut University of Michigan bereits gut funktioniert. Nun folgen in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Southern Power Praxistests. Das System wird dabei in Büros des Energieversorgers sowie in neu errichteten Smart Homes in Alabama zum Einsatz kommen. Innerhalb von fünf Jahren soll es laut dem Team eine marktreife Version für das Eigenheim geben.
Die Forscher gehen zudem davon aus, dass das von HEAT genutzte Vorhersagemodell angepasst werden kann, damit das System für spezielle Anwendungen etwa im Gesundheitsbereich geeignet ist. «Die COVID-19-Pandemie erfordert, dass Spitalspersonal viel Schutzkleidung trägt und damit gibt es Probleme, sich in der schnelllebigen Krankenhausumgebung wohlzufühlen», meint Eunshin Byon, U-M-Professorin für Industriebetriebe und -technik. Ein angepasstes HEAT könne helfen, indem es die Raumtemperatur anpasst oder nötigenfalls Pausen anmahnt.


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