800P-Serie 13.03.2018, 07:01 Uhr

Intel bringt Optane-Speicher für den Massenmarkt

Intel bringt seine Optane-Speicher mit der 800P-Serie nun auch für Mainstream-Geräte an den Start. Die 3D-XPoint-SSDs sind speziell für leistungsstarke Ultrabooks und Desktop-Rechner konzipiert.
(Quelle: Intel)
Intel Optane SSD 800P: Der Speicher punktet vor allem mit kurzen Latenzen.
(Quelle: Intel)
Nachdem Intel seine Optane-Speicher bereits als Enterprise-SSDs für den Einsatz in Rechenzentren veröffentlicht hatte, will der Hersteller mit der neuen 800P-Serie nun auch den Massenmarkt erobern. Die 3D-XPoint-SSDs im M.2-Format (22 x 80 Millimeter) sind mit Kapazitäten von 58 und 118 GByte erhältlich und sollen künftig leistungsstarke Ultrabooks und Desktop-PCs antreiben. Für die neue Technologie müssen Kunden allerdings auch tief in die Tasche greifen. Das Modell mit 58 GByte Speicher kostet 129 Dollar, die 118-GByte-Variante geht für 199 Dollar über den Ladentisch . Die Preisgestaltung für Deutschland liegt aktuell noch nicht vor.
Laut Herstellerangaben erreicht der Speicher mit Schnittstelle PCIe NVMe 3.0 x2 eher bescheidene Transferraten beim sequentiellen Lesen von 1.450 MByte/s sowie 640 MByte/s beim sequentiellen Schreiben. Für das wahlfreie Lesen gibt Intel 250.000 IOPS an, beim Schreiben werden 145.000 IOPS genannt. Die Schreiblatenz liegt bei niedrigen 18 µs. Für die Haltbarkeit des Speichers sprechen eine MTBF (Mean Time Between Failures) von 1,6 Millionen Stunden und fünf Jahre Garantie.
Im Vergleich zu herkömmlichen Flash-Speichern sollen die Intel-Modelle dank der 3D-XPoint-Technologie vor allem schnellere System- und Programmstarts ermöglichen und mit einer konstanten Dauerleistung punkten. Der Hersteller verspricht, dass die allgemeine Systemperformance mit Optane-SSDs um 28 Prozent schneller ausfallen werde.

Einschätzung: Intel Optane ist flott, aber teuer

Ob allerdings das Plus an Performance in der Praxis ausreichen wird, um den Mangel an Speicherkapazität und den hohen Preis auszugleichen, ist fraglich. Zumal sich die Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen SSDs auf die geringe Latenz und die konstante Performance bei wahlfreien Schreibzugriffen unter Dauerlast beschränken. Beim sequentiellen Lesen und Schreiben haben sogar die meisten aktuellen NVMe-SSDs im direkten Vergleich die Nase vorn.
Entsprechend ist davon auszugehen, dass die neue 800P-Serie am Markt wohl nur vereinzelt in mobilen Workstations und OEM-Systemen zu finden sein werden.



Das könnte Sie auch interessieren