Alles im Blick 06.12.2019, 11:44 Uhr

Worauf es bei IP-Kameras ankommt

Videos, die für ein sicheres Gefühl sorgen: Überwachungskameras können zum Schutz der eigenen vier Wände praktisch sein. Technisch wie rechtlich gibt es allerdings eine ganze Menge zu beachten.
(Quelle: Pixabay )
Die gute Nachricht vorweg: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist gesunken. Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden 2018 weniger als 100.000 verzeichnet - ein Minus von rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch: Nicht wenige Eigentümer wollen ihre eigenen vier Wände überwacht wissen und bringen dafür vernetzte Kameras an.
Bei Netzwerkkameras oder IP-Kameras handelt es sich um LAN- oder WLAN-fähige Videokameras. «Die Kameras versenden ihre Bilder über eine Netzwerkinfrastruktur, die Laptops, Smartphones und weitere Geräte bereits zum Netzwerk- und Internetzugang nutzen», erklärt Andrijan Möcker von der Fachzeitschrift «c't».

Drei Typen von IP-Kameras

Momentan finden Verbraucher drei Typen auf dem Markt. Bei lokalen IP-Kameras bleiben die Aufzeichnungen und Daten auf einem Server im Heimnetzwerk - ein Vorteil, wenn zum Beispiel das Internet ausfällt. Allerdings muss die Auswertung lokal erfolgen, was zusätzlichen Aufwand bedeuten kann, erläutert Möcker.
Sogenannte Cloud-IP-Kameras speichern ihre Aufnahmen hingegen auf einem Server im Internet - was häufig mit einem Abo verbunden ist. Bedient werden die Geräte meist über eine Smartphone-App oder eine Weboberfläche. Besonders wer technisch weniger versiert ist oder aber keine zusätzliche Hardware möchte, profitiert laut Möcker von Cloud-IP-Modellen.
Von Nachteil sei aber, dass je nach Videoqualität nicht unerheblich viel Upstream-Bandbreite am Internetanschluss belegt wird. Und die Daten gingen unter Umständen verloren, wenn die Webverbindung ausfällt.
Manche Modelle verbinden beide Funktionsweisen und lassen dem Nutzer die Wahl, in welchem Modus die Kamera betrieben werden soll.
Viele IP-Kameras haben zudem einen Speicherkarten-Slot. Auf einer SD- oder Mikro-SD-Karte werden Videodaten im Gerät abgespeichert. Eine Alternative für jene, die ihre Aufnahmen nicht auf einem Server wissen wollen. Sie nehmen auch ohne Netzverbindung auf.



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