Das Tor zum Internet 08.08.2018, 22:09 Uhr

Tipps für den Routerkauf

Router haben manchmal Antennen und meistens blinkende bunte LEDs. Aber unter der Plastikhülle steckt modernste Technik für den Internetzugang und das Heimnetzwerk. Worauf muss man bei der Anschaffung achten?
Router gehören zu den unterschätzten Hausgeräten. Die kleinen Elektronikboxen leisten viel für Internetanschluss und Heimnetzwerk.
(Quelle: Christin Klose/dpa-tmn )
In nahezu jedem Haushalt steht einer. Mal rot, mal weiss, mal schwarz - mal mit langen Antennen, mal mit kurzen. Aber so richtig Beachtung findet der Router eher selten. Dabei sind moderne Internet- und Telefonanschlüsse ohne sie nicht möglich.

Worauf muss man achten, wenn ein neuer Router fällig ist oder für den neuen Internetanschluss ein Gerät ausgewählt werden muss? Grundsätzlich braucht man für den Zugang zum Internet eigentlich nur ein Modem. Das stellt entweder über das Telefonnetz, das Fernsehkabel oder per Funk die Verbindung her. Doch soll mehr als ein einzelner angeschlossener Computer Zugriff auf das Internet bekommen - andere Rechner, Smartphones, Smart-Home-Geräte oder IP-Telefone - braucht es einen Router. Er verteilt die Datenpakete an angeschlossene Geräte, vernetzt sie aber auch untereinander.

Die erste grosse Frage lautet: Kaufen oder mieten? Der Vorteil beim Mietgerät vom Anbieter: Es ist bereits konfiguriert und funktioniert im Optimalfall sofort - besonders für technisch nicht so versierte Nutzer ist das eine gute Wahl, rät das Telekommunikationsportal «teltarif.de». Wer beim Anbieter mietet, erhält im Schadensfall ausserdem meist ein neues Gerät.

Manche Anbieter haben auch eigene Router zum Kaufen im Portfolio. Allerdings sind die vom Anbieter mitgelieferten Geräte nicht immer sonderlich leistungsfähig. Zum reinen Internetsurfen reicht es, wer aber mehr als ein Brot-und-Butter-Gerät wünscht, für den lohnt sich der Kauf eines eigenen Routers, rät die Stiftung Warentest.

Die Anbieter raten dabei meist zur Nutzung ihrer eigenen Geräte. Grundsätzlich haben Verbraucher aber die Wahl, sagt ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Seit August 2016 gilt auch im Kabelnetz die Routerfreiheit. Anbieter müssen auf Anfrage die nötigen Zugangsdaten herausrücken. Faktisch funktionieren im freien Handel gekaufte Kabelrouter trotz korrekter Zugangsdaten vom Anbieter aber technisch nicht immer korrekt, erklärt Alexander Kuch von «teltarif.de». Dann hakt es entweder beim Internet oder bei der Telefonie. Er empfiehlt, lieber das bestmögliche Gerät vom Dienstanbieter zu nutzen.

Sonderlich gross ist das Angebot an freien Kabelroutern ohnehin noch nicht, hat die Stiftung Warentest ermittelt. DSL-Kunden finden hier ein deutlich grösseres Angebot vor. Wichtig ist dabei, so simpel das klingt: Der Router muss alles können, was man mit ihm anstellen will. Nicht jedes Gerät hat etwa ein Modem eingebaut und kann alleine die Verbindung zum Internet herstellen.




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