Neue Smartphones und Smartwatch 13.09.2018, 20:21 Uhr

Apple lanciert die iPhones Xr, Xs und die Watch Series 4

Die iPhone-Palette ist um drei Modelle gewachsen. Hinzugekommen sind das Xr, Xs und Xs Max. Ausserdem zeigte Apple die vierte Generation der Apple Watch mit neuen Gesundheits-Features. Aus dem Sortiment flogen hingegen das iPhone X, 6s sowie das handliche SE.
Design-Chef Jony Ive begutachtet mit CEO Tim Cook das neue iPhone XR
(Quelle: Apple )
Gleich drei neue iPhones hat Apple-Chef Tim Cook gestern auf der Keynote im Steve Jobs Theater am Firmensitz in Cupertino vorgestellt. Dazu gab es noch eine neue Apple Watch, eine weitere Überraschung als «one more thing» blieb aber diesmal aus.
Alle drei neuen Smartphones übernehmen das Bildschirmdesign des iPhone X, mit der nicht von allen geliebten breiten «Notch» im oberen Bereich. Die Geräte lassen sich nun durch Antippen aus dem Ruhemodus «aufwecken», entsperrt wird ausschliesslich per Face-ID. Der klassische Menüknopf, der seit dem ersten iPhone vor elf Jahren so typisch für das Gerät ist, dürfte damit zumindest im iPhone bald endgültig der Vergangenheit angehören.
iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone Xr (v.l.n.r.)
Quelle: Apple
Den Einstieg bildet das iPhone Xr mit einem 6,1-Zoll-LCD-Display mit 1792 x 828 Bildpunkten. Es hat ein gemäss IP67 geschütztes Gehäuse aus Aluminium in fünf Farben, darunter auch Rot und Gelb. Ausserdem gibt es eine rückwärtige Kamera mit einer 12-Megapixel-Linse und Weitwinkelfunktion, den neuen A12 Bionic-Prozessor und einen Akku, der 1,5 Stunden mehr Laufzeit als beim Modell 8 Plus bringen soll.
Es kommt am 26. Oktober in sechs Farben mit 64, 128 und 256 GB Speicher in die Läden, die Preise starten bei 879 Franken. Damit ist das Smartphone weit von früheren Budget-Modellen wie dem iPhone 5c entfernt.

iPhone Xs kostet stolze 1199 Franken

Nachfolger des iPhone X wird das iPhone Xs, das wie bisher 5,8 Zoll Bildschirmdiagonale mit 2436 mal 1125 Bildpunkten hat. Neu sind die Farben der Hülle in Gold, Silber und Grau. Der Schutzfaktor ist nun mit der Norm IP68 höher, was Flüssigkeiten betrifft.
An Bord ist auch ein neuer Sechskern-Prozessor, der A12 Bionic heisst und 50 Prozent schneller als der Vorgänger sein soll. Interessant ist die aus iPad Pro und Apple Watch bekannte eSIM, die Apple nun auch ins iPhone bringt. Sie kann in den Xs-Modellen zusätzlich zur bekannten Nano-SIM verwendet werden.
Die Doppelkamera auf der Rückseite hat einen grösseren Sensor und zwei Linsen mit 12 Megapixel, die Weitwinkel- und Telefunktionen bringen sollen. Dank des neuen Prozessors soll auch die Bildoptimierung besser und schneller sein. Dazu kommt Smart HDR, mit dem Gegenlichtaufnahmen kein Problem sein sollen. Die Frontcam mit 7 Megapixeln hat ebenfalls einen neuen Sensor bekommen.
Das Flaggschiff wird das iPhone Xs Max, das trotz einer von 5,5 auf 6,5 Zoll gewachsenen Diagonale die gleichen Gehäusedimensionen wie das iPhone 8 Plus bietet. Die Auflösung des riesigen OLED-Bildschirms beträgt 2688 x 1242 Pixel. Es hat auch «den grössten Akku, den jemals ein iPhone hatte», so Phil Schiller von Apple, ohne dabei konkrete mAh-Werte zu nennen.
Beide Xs-Modelle kommen mit 64, 256 und erstmals 512 GB internem Speicher. Sie sind am 21. September verfügbar. Das Xs kostet stolze 1199, 1389 und 1639 Franken, für die Max-Versionen werden jeweils noch einmal 100 Franken mehr fällig.
Die iPhone 7 und 8 bleiben zu reduzierten Preisen ab 529 und 699 Franken im Programm. Das bisherige iPhone X fliegt offenbar aus dem Sortiment, ebenso das iPhone 6s und das handliche iPhone SE.

Als Apple-Chef Steve Jobs im Januar 2007 das iPhone aus dem Hut zauberte, war dies gleichzeitig der Beginn einer neuen Ära. Wir zeigen alle Generationen des Kult-Geräts.

Vierte Generation der Apple Watch

Konzernchef Tim Cook stellt die neue Apple Watch vor
Quelle: Apple-Keynote
Ausserdem zeigte Apple die vierte Generation seiner Smartwatch – Tim Cook verwies darauf, dass sie die erfolgreichste Uhr der Welt sei. Das Display wurde leicht gebogen und randlos. Damit ist es über 30 Prozent grösser, die ganze Uhr ist aber ähnlich dimensioniert wie die dritte Generation und dünner. Die Krone gibt nun haptisches Feedback, ausserdem sollen die Telefonfunktionen durch verbesserte Empfangseigenschaften und ein neu positioniertes Mikrofon optimiert worden sein. Der Prozessor soll ebenfalls doppelt so schnell sein wie bisher. Die Akkuleistung orientiert sich am Vorgänger.
Ein Schwerpunkt der Apple Watch Series 4 liegt auf den Gesundheits- und Trainingsfunktionen: Die Uhr erkennt nun nicht nur einen zu hohen, sondern auch einen zu niedrigen Puls und misst den Herzrhythmus. Erstmals gibt es Elektroden, mit denen in 30 Sekunden ein Kardiogramm (EKG) erstellt werden kann. Allerdings sollen zunächst nur US-Kunden noch dieses Jahr die Dienste nutzen können. Mit den neuen Lagesensoren soll es nun auch möglich sein, Stürze zu erkennen und dann Notrufe mit GPS-Koordinaten auszulösen.
Die Apple Watch Series 4 kommt am 21. September in Gold, Silber und Grau in Aluminium sowie in Edelstahl. Die bisherigen Armbänder passen weiterhin. Die Preise beginnen bei 449 Franken für die Version ohne Mobilfunk und 549 Franken für die eSIM-Variante. Auch bei der vierten Generation der Apple Watch gibt es Kollaborationen mit dem Sportartikelhersteller Nike sowie der Luxusmarke Hermès. Letztere ist ausschliesslich in der Mobilfunk-Variante erhältlich, die Preise starten bei 1395 Franken. Die Sportuhr ist auch ohne Mobilfunk ab 449 Franken verfügbar. Die Vorgängerin – die Apple Watch Series 3 – bleibt zu reduzierten Preisen ab 319 Franken im Programm.



Das könnte Sie auch interessieren