Vorstellung in Cupertino 13.09.2018, 08:45 Uhr

Apple geht mit neuen iPhones Xs, Xs Max und Xr ins Weihnachtsgeschäft

Weihnachten ist die wichtigste Zeit für Apple. Und deshalb stellt der Konzern im Herbst auch stets neue iPhones vor. Diesmal gibt es grössere Displays - und die Möglichkeit, noch viel mehr Geld für ein Apple-Smartphone auszugeben.
Die Modelle Xs und Xs Max haben erneut einen kontrastreiches Display mit OLED-Technologie
(Quelle: Marcio Jose Sanchez/AP )
Apple setzt für das kommende Weihnachtsgeschäft auf iPhones mit grossen Bildschirmen. Die neuen Modelle verzichten zudem komplett auf den traditionellen Home-Button, der einst die Smartphone-Bedienung prägte.

In die Computer-Uhr Apple Watch baute der Konzern erstmals auch ein EKG-Messgerät ein. Die Funktion wird aber zunächst nur in den USA verfügbar sein, wo sie von der Gesundheitsaufsicht FDA freigegeben wurde.

Das teure Vorjahresmodell iPhone X frischte Apple mit einem leistungsstärkeren Chip und verbessertem Bildschirm auf. Das iPhone Xs hat eine unveränderte Bildschirm-Diagonale von 5,8 Zoll. Nun gibt es zusätzlich aber auch die grössere Version iPhone Xs Max mit 6,5-Zoll-Display. Ihr Gehäuse ist in etwa so gross wie bei den bisherigen Plus-Modellen - aber der Bildschirm füllt mehr Platz aus.

Das teuerste der neuen iPhones - ein grosses Xs Max mit 512 Gigabyte Speicher - wird in der Schweiz  1739 Franken kosten. Zugleich beginnen die Preise für das iPhone Xs wie bei der Vorgängerversion bei 1199 Franken. Neu ist der unter anderem im wichtigen chinesischen Markt populäre Farbton Gold.

Auch der Nachfolger des günstigeren iPhone 8 - das neue iPhone Xr - bekam nun das Design, bei dem das 6,1 Zoll grosse Display praktisch die gesamte Frontseite ausfüllt. Damit blieb kein Platz mehr für den Home-Knopf mit einem Fingerabdruck-Sensor. Stattdessen wechselte Apple auch hier zur Gesichtserkennung FaceID. Die Preise für das Xr starten in der Schweiz bei 879 Franken.

Der neue hauseigene «A12»-Chip im Inneren der Geräte hat mehr Rechenkerne und wird daher mit komplexeren Anwendungen auf Basis von maschinellem Lernen fertig. Als Beispiel wurde eine App demonstriert, die in Echtzeit die Bewegungen eines Basketball-Spielers analysieren und Ratschläge geben kann. Apple setzt darauf, Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz auf den Geräten selbst laufen zu lassen, während Konkurrenten wie Google dafür stärker Cloud-Dienste einbinden.

Die Kameras bekommen neue Bildsensoren, was die Qualität der Aufnahmen verbessern soll. Mit den leistungsstärkeren Chips können zudem die Lichtverhältnisse genauer analysiert und die Fotos präziser darauf angepasst werden. Bei Porträtaufnahmen kann der Hintergrund nachträglich schärfer oder verschwommener gemacht werden.

Die Modelle Xs und Xs Max haben erneut einen kontrastreiches Display mit OLED-Technologie. Beim iPhone Xr gibt es stattdessen einen günstigeren LCD-Bildschirm und ein Gehäuse aus Aluminium statt Edelstahl. Es wird auch in mehreren Farben wie Rot, Geld oder Blau angeboten.

Die neuen teureren Modelle bekommen als erste iPhones eine zusätzliche fest eingebaute eSIM-Karte, die auf Netze verschiedener Betreiber umprogrammiert werden kann. Damit wird man ein iPhone mit zwei Telefonnummern nutzen können. Nur bei den in China verkauften iPhones wird man anstelle einer eSIM zwei klassische SIM-Karten ins Gerät einschieben müssen.

Das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt und bringt rund zwei Drittel der Konzernerlöse ein. Vor einem Jahr zweifelten viele Marktbeobachter noch an, ob das iPhone X mit Preisen über 1000 Dollar bzw. Franken Erfolg haben kann. Doch es war bisher in jedem Quartal das bestverkaufte Modell und brachte Apple noch höhere Profite. Deswegen kommt das erweiterte Angebot im oberen Preissegment nun wenig überraschend. Zugleich behält Apple auch das iPhone 8 und das iPhone 7 im Angebot, das mit einem Preis von 529 Franken nun das günstigste Modell ist.




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