Projekt Iris Eye von HSLU und Elektron 05.07.2018, 17:29 Uhr

Smarte Schweizer Strassenlaternen leuchten nach Bedarf

Mit intelligenten LED-Strassenlaternen kann viel Geld gespart und die Lichtverschmutzung in der Nacht reduziert werden. Ein entsprechendes System wird von Forschern der Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit der Zürcher Elektron AG entwickelt.
Je nach Strassenbenutzer leuchten die LED-Strassenlaternen unterschiedlich hell
(Quelle: HSLU )
Auf wenig befahrenen Strassen kann die Beleuchtung ohne Sicherheitsrisiko gedimmt und nur bei Bedarf heraufgefahren werden. So lassen sich Energieverbrauch, der bei LED-Strassenlampen bereits reduziert ist, weiter senken. Auch die Lichtverschmutzung kann so verringert werden.
Um beides zu erreichen, muss das Beleuchtungssystem mit Sensoren versehen sein, die auch bei schwachem Licht zwischen Mensch, Fahrzeug und Tier unterscheiden können. Forscher der Hochschule Luzern haben dafür in Zusammenarbeit mit der Zürcher Firma Elektron  AG «Iris-Eye» entwickelt.

Bis zu 80 Prozent Energie sparen

Der Prototyp des speziellen «Iris Eye»-Sensors in Au ZH
(Quelle: HSLU)
Gesteuert wird die Beleuchtung durch die Sensorknoten an den Beleuchtungsmasten und durch deren Kommunikation untereinander. Sobald der Fühler eines Knotens eine Person erkennt, signalisiert er den beiden Nachbarknoten deren Präsenz. So können die nächsten Leuchten ihre Beleuchtungsstärke ebenfalls erhöhen. Registrieren die Sensorknoten ein Auto, wird die Information gleich mehreren benachbarten Knoten
übermittelt. Auf diese Weise wird die Beleuchtung auch bei schnellem Verkehr gewährleistet.
«Insbesondere in Regionen mit wenig Aktivität können Energieverbrauch und Lichtverschmutzung dadurch um bis zu 80 Prozent reduziert werden, ohne dass die Sicherheit gefährdet ist», sagt Klaus Zahn vom Kompetenzzentrum Intelligent Sensors and Networks der Hochschule Luzern. Er hat im Auftrag der Zürcher Firma Elektron, dem Spezialisten für bedarfsgerechte Strassenbeleuchtung und Smart City Systemintegrator, das von Innosuisse geförderte Sensor-Projekt «Iris-Eye» geleitet




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