God of War (2018) angespielt

Wie Thors Kriegshammer – nur besser

Dass die Ergänzung von Atreus das Gameplay auf vielen Ebenen beeinflusst, steht ausser Frage. Doch auch an anderen Stellen krempeln die Macher das gewohnte «God of War»-Erlebnis gehörig um. Den Anfang macht die Kameraperspektive. Steuerte man Kratos in vorherigen Teilen stets aus einer Art Draufsicht, klemmt sich die Kamera diesmal direkt hinter die Schulter des Helden. Der grosse Vorteil: Klar, der Zuschauer ist näher dran am Geschehen und erlebt Kämpfe intensiver als je zuvor.
Kratos ahnt, dass mit den versteinerten Draugr im Hintergrund etwas nicht stimmt
Quelle: Screenshot / Games.ch
Stichwort Kämpfe: Während Atreus auf seinen Klauenbogen schwört, hantiert Kratos diesmal bevorzugt mit einer Kombination aus zwei Kriegswerkzeugen. Da wäre zum einen die rasiermesserscharfe Leviathan-Axt. Einhändig nutzbar, führt Kratos mit ihr sowohl leichte als auch schwere Angriffe durch und entfesselt – sofern er das jeweilige Manöver bereits erlernt hat – besonders wirksame Spezialattacken. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Axt zu werfen. Netter Nebeneffekt: Aufgeladene Würfe frieren den getroffenen Gegner ein und machen ihn solange bewegungsunfähig bis Kratos die Axt – Thors Kriegshammer Mjöllnir lässt grüssen – auf Knopfdruck zurückruft. Richtig gelesen, die magische Axt saust vollautomatisch in seine rechte Hand zurück und richtet je nach Flugbahn weiteren Kollateralschaden an. Ziemlich coole Idee!

Nahkampf im Schilde

Gleiches gilt für die Tatsache, dass die Axt immer wieder in Puzzle-Abschnitten zum Einsatz kommt. An einer Stelle in der Vorabversion hat Kratos beispielsweise mit einem Metalltor zu tun, welches nur dann offenbleibt, wenn er die daran gekoppelte Kette festhält. Oder aber, der Kriegsgott schleudert die Leviathan-Axt auf den dazugehörigen Zahnrad-Mechanismus und friert diesen dadurch ein – Problem gelöst! An vielen Stellen im Spiel diente die Axt zudem der direkten Umgebungsmanipulation. Trifft man beispielsweise eine Deckenlampe, stürzt diese zu Boden und setzt Gegner in Brand oder aktiviert versteckte Mechanismen.
Und Waffe Numero zwei? Ist der sogenannte Wächterschild. Eingelassen in seine linke Armschiene und durch einen mechanischen Aufklapp-Mechanismus jederzeit abrufbar, dient er in erster Linie dazu, Pfeile, Feuerbälle und andere feindliche Geschosse abzufangen. Je nach Tastenkombination nutzt Kratos den Schild zudem als mächtige Nahkampfwaffe, die Feinde aus dem Weg rammt, bewusstlos schlägt und dergleichen mehr. 



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