Schweizer ICT-Branche übertrifft Prognosen

Fachkräftemangel als Hauptproblem

In der Schweizer ICT-Branche ist aber nicht nur alles eitel Sonnenschein. Sowohl Swico-Geschäftsführerin Judith Bellaiche als auch Swico-Präsident Andreas Knöpfli haben in ihren Voten den Fachkräftemangel in der Branche als Bremsklotz aufs Tapet gebracht. «Der Fachkräftemangel ist ein echter Wachstumshemmer», betont Bellaiche und schätzt auf Grund der Rückmeldungen von Swico-Mitgliedern, dass die Branche gut 20 Prozent mehr Wachstum haben könnte, wenn die Firmen für ihre Projekte genügend Personal anstellen könnten.
Auch Knöpfli berichtet, dass viele Projekte nicht in der Schweiz umgesetzt werden könnten, weil die entsprechenden Leute fehlten. Bellaiche warnte daher vor der Einengung der Personenfreizügigkeit und forderte attraktivere Anstellungsbedingungen von Experten aus EU-Drittstaaten sowie eine Flexibilisierung des Arbeitsgesetzes.
Swico-Geschäftsführerin Judith Bellaiche beklagt den Fachkräftemangel
Quelle: Jens Stark/NMGZ
Bellaiche wandte sich in diesem Zusammenhang vehemend gegen die sogenannte «Bregenzungs-Initiative», über die am 17. Mai 2020 abgestimmt wird. Deren Auswirkungen wären für die ICT-Branche «katastrophal», so die Swico-Geschäftsführerin und GLP-Nationalrätin. Selbst wenn die Initiative nicht durchkomme, was nach Meinung von Bellaiche wahrscheinlich sei, wirke sich die Abstimmung störend auf das Geschäft der ICT-Industrie aus, da die Planungssicherheit der Unternehmen beeinträchtigt würde.


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