Verunsicherung bei Firmen 23.05.2019, 13:21 Uhr

Wie Anwälte und Berater von der DSGVO profitieren

Die Unsicherheit der einen ist das Geschäftsmodell der anderen: Seit die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft ist, verdienen Anwälte und Berater viel Geld mit Datenschutz-Beratung für Unternehmen. Doch manch einer warnt vor schwarzen Schafen.
Die neue Datenschutzgrundverordnung beschert Beratern ein gutes Geschäft.
(Quelle: Patrick Pleul)
Die seit einem Jahr gültige Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verunsichert nach wie vor Unternehmer - und beschert Beratungen, Anwälten und Start-ups damit ein boomendes Geschäft. "Dadurch, dass die DSGVO so umfassende Pflichten enthält und nicht zwischen Grosskonzernen und kleinen Unternehmen unterscheidet, ist auch der Beratungsaufwand insgesamt gestiegen", sagte Rebekka Weiss, Leiterin der Abteilung Vertrauen und Sicherheit beim Branchenverband Bitkom. "Rund um das Thema haben sich neue Unternehmen gegründet und diejenigen, die schon vorher Datenschutzberatung angeboten haben, haben stark aufgestockt."
Nach Hochrechnungen des Deutschen Anwaltsvereins gaben die Unternehmen in Deutschland im ersten Jahr der DSGVO allein für die Erstellung einer erforderlichen Datenschutzerklärung insgesamt rund 400 Millionen Euro aus. Der Anteil, der davon an Beratungsdienste floss, dürfte hoch sein.
"Der Beratermarkt hat sich rasant entwickelt, da die Nachfrage schlagartig entstand und befriedigt werden wollte", sagte auch Thomas Spaeing, Vorstandsvorsitzender beim Berufsverband der Datenschutzbeauftragen in Deutschland (BvD). Konkrete Zahlen gebe es keine. "Wir gehen aber davon aus, dass sich das Angebot etwa verdreifacht hat."


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