Wachstum 13.11.2019, 06:45 Uhr

Zenith Forecasts: Beauty-Werbespendings wachsen 2021 weltweit auf 4,7 Prozent

E-Commerce und Premium-Digitalmedien sorgen für die Stabilisierung der Werbeausgaben im Beauty-Segement: Von 2019 bis 2021 ist wieder ein Anstieg der Werbeausgaben zu erwarten. Online-Werbung hat TV-Werbung abgelöst und wird 2021 einen Anteil von 50 Prozent ausmachen.
Das Wachstum von Online-Markenidentität und im E-Commerce-Advertising fördert eine schnelle Zunahme der Online-Werbung von Beautybrands und insgesamt einen Anstieg der Werbeausgaben für Schönheitspflege.
(Quelle: Pixabay )
Nachdem im vergangenen Jahr im Bereich Beauty ein weltweiter Rückgang der Werbeausgaben von 1,2 Prozent zu verzeichnen war, folgt 2019 ein Wachstum von 2,7 Prozent. 2021 sollen die Beauty-Werbespendings sogar auf 4,7 Prozent ansteigen. Dies geht aus dem am 11. November 2019 veröffentlichten Beauty Adspend Forecasts von Zenith hervor. Die Wachstumsbeschleunigung wird durch die weltweite Ausweitung des E-Commerce-Advertising und das verbesserte Angebot hochwertiger digitaler Umfelder vorangetrieben. Die Werbeausgaben für Kosmetik belaufen sich heuer auf insgesamt 14,4 Milliarden US-Dollar und erreichen 2021 einen Wert von 15,8 Milliarden US-Dollar.
Die Werbeausgaben für Beauty-Segment waren in den vergangenen Jahren mit Schwierigkeiten konfrontiert. Vor allem Print und TV – Kanäle, die geeignet sind mittels mutiger Symbolik und hochwertiger Produktion eine emotionale Verbindung zu den Verbrauchern aufzubauen – standen lange im Fokus der Werber. Trotzdem verlieren die klassischen Kanäle viele Nutzer an das Internet.

Rückgang der TV- und Print-Spendings

Machten Zeitschriften 2014 noch über 21 Prozent der Werbeausgaben für Beauty aus, so sank dieser Wert 2018 auf 13 Prozent und wird bis 2021 nur mehr knapp acht Prozent betragen. Der Anteil von TV im Media-Mix des Beauty-Segmentes sank 2016 erstmals auf unter 50 Prozent und ging 2018 auf 40 Prozent zurück, wobei der Gesamtmarkt für TV bei 31 Prozent lag. Bis 2021 wird für das Beauty-Segment ein Rückgang auf 35 Prozent prognostiziert, verglichen mit 27 Prozent für den Gesamtmarkt.
Etablierte Marken sind der Konkurrenz durch neue Wettbewerber ausgesetzt: Direct-to-Consumer-Brands (D2C), Öko- und Eigenmarken. Viele dieser neuen Marken, insbesondere D2C, versuchen durch gezielte Verkaufsförderung zu wachsen, ohne in einen klassischen Markenaufbau mittels Massenkommunikation zu investieren, der das Wachstum von Werbeausgaben für Beauty typischerweise antreibt. Die Kombination aus schrumpfenden Zielgruppen und neuer Konkurrenz durch neue Marken, die auf reichweitenstarke Kommunikationsmassnahmen verzichten, hat zu einer anhaltenden Schwäche auf dem Beauty-Werbemarkt geführt. Insgesamt sind die Werbeausgaben für Kosmetik zwischen 2014 und 2018 nur 2016 um lediglich 0,9 Prozent gewachsen. 2017 und 2018 sanken die Werbeausgaben sogar um 1,2 Prozent.

Christina Ebner
Autor(in) Christina Ebner


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