Umfrage 30.09.2021, 17:27 Uhr

Firmen: Digitalisierung vorantreiben wichtigste Aufgabe für Regierung

Noch ist nicht klar, wer Deutschland in Zukunft regieren wird. Doch die Unternehmen haben bereits eine aus ihrer Sicht fundamental wichtige Forderung an die neue Bundesregierung gerichtet - die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben.
(Quelle: Blue Planet Studio/Shutterstock)
Unternehmen in Deutschland sehen es als wichtigste Aufgabe der neuen Bundesregierung an, die Digitalisierung voranzutreiben. Dieses Thema nannten in einer Befragung der Industrie- und Handelskammern 61 Prozent der Firmen, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) nun in Berlin mitteilte.
41 Prozent der Firmen sagten auf die Frage, was die neue Bundesregierung - unabhängig von Corona-Massnahmen - vornehmlich anpacken sollte, Verwaltungsleistungen müssten verbessern und beschleunigt werden. Die Ergebnisse basieren auf Antworten von rund 3.500 Betrieben.
"Ohne eine leistungsfähige digitale Infrastruktur und eine schnelle Verwaltung werden die Unternehmen ihre grossen Zukunftsaufgaben hierzulande ebenso wie im weltweiten Wettbewerb nicht bewältigen können", erklärte DIHK-Präsident Peter Adrian. "Umso dringlicher ist, dass wir jetzt Hindernisse aus dem Weg räumen." Die Unternehmen sähen sich allzu oft durch komplexe Regulierungen, langwierige Verfahren und praxisferne Vorgaben ausgebremst.
Den Ausbau der digitalen Infrastruktur etwa bei Glasfaserleitungen bewerten die Betriebe laut der Befragung als schlecht. Als weitere vorrangige Aufgabe einer neuen Regierung nannten die Firmen, die Klimapolitik investitionssicher und wettbewerbsfähig zu gestalten. Es müsse sichergestellt werden, dass die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen nicht auf der Strecke bleibe, sagte Adrian vor dem Hintergrund steigender CO2-Preise. Es müsse ein gemeinsames internationales Vorgehen und intensive Abstimmungsprozesse zwischen der EU, den USA und China geben.
Der DIHK fordert daneben bessere Abschreibungsbedingungen, um Investitionen zu erleichtern, sowie eine Reform der Unternehmensteuern angesichts einer hohen Belastung deutscher Firmen im internationalen Vergleich.



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