Digitale Transformation als herausfordernde Aufgabe für Unternehmen

Schnelle Transformation gelang dank Corona

Grosse Zufriedenheit herrscht darüber, was das Krisenmanagement ihrer Arbeitgeber betrifft. 88 Prozent der Führungskräfte und 85 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland geben an, dass ihr Unternehmen schneller als erwartet auf neue Arbeitsweisen reagiert habe. Sie zählten dies zu den positiven Effekten der Corona-Krise. Über die Hälfte der Beschäftigten (57 Prozent) wollen die neuen Arbeitsweisen ausserdem beibehalten, wohingegen die Führungsspitze stärker zwiegespalten ist. Immer noch 45 Prozent wollen laut Studie zu den gewohnten Arbeitsprozessen vor der Covid-19-Pandemie zurückkehren.
Allerdings stellen sich auch 54 Prozent der Arbeitnehmer und 46 Prozent der Führungskräfte die langfristige Umstellung auf digitale Arbeitsprozesse schwieriger vor als die Ad-Hoc-Transformation am Anfang der Corona-Pandemie. In ganz Europa sind diese Bedenken gross. Auch Remote Work wird eher skeptisch betrachtet, sowohl von Angestellten (76 Prozent), als auch Führungskräften (Prozent 95). Es berge laut Aussagen der Studienteilnehmer grosse Risiken: So sind Führungskräfte besorgt um die rechtzeitige Lieferung von Produkten und Dienstleistungen und Arbeitnehmer befürchten überall Mängel bei der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit.

Digitalisierung noch nicht in Verwaltung angekommen

Da viele Unternehmen in Teilen noch Offline-Workflows haben (96 Prozent), kritisieren Mitarbeiter die unzureichende, inkonsequente digitale Transformation. So ist dies beispielsweise der Fall bei der Genehmigung von Dokumenten (52 Prozent) oder der IT, wenn es um Berichte zu Sicherheitsvorfällen geht (56 Prozent). Nach Monaten im Homeoffice geben 66 Prozent der Führungskräfte und 61 Prozent der einfachen Angestellten an, dass ihr Arbeitgeber noch immer kein vollständig integriertes System zur Verwaltung digitaler Workflows hat.
Als grössten Vorteil sehen Arbeitnehmer in Deutschland (59 Prozent) die Zeitersparnis, welche durch den Verzicht auf das Pendeln oder die Fahrt zum Arbeitsplatz zustande kommt. 60 Prozent der Führungskräfte denken, dass Technologien am meisten zur Effizienzsteigerung ihres Teams beitragen können.
Die quantitative Online-Befragung wurde zwischen dem 1. und 10. September 2020 durchgeführt. Sie betraf 900 Führungskräfte und 8.100 Bürofachkräfte aus Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern aus elf Ländern.




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