Europäisches Daten-Ökosystem 04.06.2020, 08:11 Uhr

Projekt Gaia-X startet in die nächste Phase

Mit dem Gaia-X-Projekt will man in Europa eine Alternative zu den grossen IT-Konzernen aus den USA und China schaffen. Nun soll das europäische Daten-Ökosystem inhaltlich und organisatorisch erweitert werden.
(Quelle: shutterstock.com/jules2000)
Das von Deutschland und Frankreich vorangetriebene Projekt Gaia-X eines europäischen Daten-Ökosystems soll inhaltlich und organisatorisch erweitert werden. Dazu wollen 22 Unternehmen aus Deutschland und Frankreich eine internationale, nicht-gewinnorientierte Organisation nach belgischem Recht gründen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium vor einer Gesprächsrunde mit Minister Peter Altmaier (CDU) und seinem französischen Amtskollegen Bruno Le Maire mit.
Die Namen der beteiligten Unternehmen sollen zum Ministergespräch, das am Donnerstag als Videokonferenz stattfindet, mitgeteilt werden.

Alternative zu den grossen IT-Konzernen

Gaia-X war im Oktober 2019 auf dem Digital-Gipfel der Öffentlichkeit vorgestellt worden. In ersten Überlegungen ging es darum, in Europa nicht alternativlos auf die grossen IT-Konzerne aus den USA und China angewiesen zu sein. Dafür soll ein Konzept für eine souveräne und vertrauenswürdige europäische Dateninfrastruktur erarbeitet werden, für die bestehende europäische Angebote über Open-Source-Anwendungen und offene Standards miteinander vernetzt werden.

Die ersten Reaktionen aus den USA fielen ablehnend aus. Doch inzwischen versuchen die IT-Riesen Microsoft, Amazon, IBM, Google, Alibaba und andere Konzerne nun, mit ihren riesigen Server-Farmen, den so genannten Hyperscalern, aber auch mit ihren Software-Produkten und Dienstleistungen Teil des Gaia-X-Netzwerks zu werden.


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