Quartalszahlen 08.08.2019, 23:34 Uhr

Telekom wächst dank US-Geschäft und Zukäufen

Es läuft für die Deutsche Telekom - vor allem in Nordamerika, wo das Geschäft zweistellig wuchs. Auf dem deutschen Heimatmarkt zogen die Umsätze mit Mobilfunkdienstleistungen um 2,4 Prozent an.
(Quelle: Tobias Arhelger/Shutterstock )
Die Deutsche Telekom kann vor der angepeilten Milliardenübernahme in den USA weiter auf ihr brummendes Geschäft in Nordamerika setzen. Vor allem die US-Mobilfunksparte sorgte erneut für Schwung bei dem Dax-Konzern. Auch unter dem Strich verdiente die Telekom trotz hoher Kosten für den Personalabbau im zweiten Quartal deutlich mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Trotz erneut erhöhter Aussichten bei T-Mobile US bleibt das Management um Chef Tim Höttges aber bei seinem Ausblick.
Die Geschäfte liefen vor allem in den USA mit zweistelligen Wachstumsraten rund. T-Mobile-Chef John Legere hatte vor knapp zwei Wochen seine Zahlen bereits vorgelegt. Kurz danach hat das Fusionsvorhaben zwischen T-Mobile US und dem Rivalen Sprint vom US-Justizministerium unter Auflagen endlich die grundsätzliche Erlaubnis bekommen - doch fest in den Händen hält Höttges den Megadeal noch nicht. Über ein Dutzend US-Staaten klagen gegen das Vorhaben, weil es angeblich immer noch schädlich für Wettbewerb und Preise ist. Vor einer Lösung will T-Mobile US die Übernahme wegen der rechtlichen Risiken nicht abschliessen - und diese könnten sich noch Monate hinziehen.
Zusammen mit dem besseren Europageschäft sowie Zukäufen in den Niederlanden und Österreich stand im zweiten Quartal auch dank Hilfe des schwächeren Euro auf Konzernebene ein Umsatzplus von 7,1 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro. Ohne die Zukäufe und Wechselkurse gerechnet hätte das Plus nur 2,9 Prozent betragen. Bei dem um Sondereffekte und die neue Leasingbilanzierung bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stand auf dem Papier ein ebenso starkes Wachstum von 7,1 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro, die Hälfte des Anstiegs kam aber nicht aus eigener Kraft.


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