Warum Snapchat, Uber und Co mehr wert sind als Industriekonzerne

Klappt es mit Snap, könnte Airbnb folgen

Klappt der Börsengang von Snap, könnte dies weitere Tech-Börsengänge zur Folge haben. Investoren hoffen darauf, dass dann beispielsweise auch der Fahrten­vermittler Uber oder der Marktplatz für Unterkünfte, Airbnb, den Gang auf das Börsenparkett wagen. Beide können ebenfalls auf Millionen von Nutzern verweisen und beide arbeiten intensiv daran, ihr Business so auszubauen, dass nennenswerte Mitbewerber erst gar nicht mehr ins Spiel finden. Uber wurde kürzlich mit ­einem Wert von 68 Milliarden US-Dollar taxiert, Airbnb wurde mit 30 Milliarden eingeschätzt. Damit ist die Plattform, über die Unterkünfte bei Privatleuten gebucht werden können, bereits mehr wert als die börsennotierte Luxushotel-Kette Hilton (circa 25 Milliarden). 
Allerdings haben sowohl Uber als auch Airbnb signalisiert, dass sie es mit einem IPO nicht besonders eilig haben. Das passt zum Silicon Valley und der dort verbreiteten Unternehmenskultur, denn der Börsengang bedeutet auch, laufend Einblicke in das Geschäft zu geben, jeden Verlust ­penibel auszuweisen, ständig Unterlagen zu veröffentlichen und sich von Aktionären reinreden zu lassen. Es gibt nicht ­wenige Start-up-Gründer, denen solche Vorstellungen zuwider sind.
In Deutschland wird derzeit über einen Börsengang des Kochboxen-Anbieters Hellofresh spekuliert. Dieser war schon einmal vorgesehen - im November vor ­einem Jahr. Dann aber platzten die Börsenpläne und wurden auf Eis gelegt. Einer der Gründe: offenbar unrealistische Vorstellungen über den Unternehmenswert.




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