Freenet will mit Sunrise-Verkauf Kasse an Liberty Global machen

Freenet bestätigt Jahresprognose

Am Dienstagabend hatte Freenet seine Jahresprognose von Ende Februar erneut bestätigt, auch wenn diese mit höheren Unsicherheiten behaftet sei. Freenet betonte, durch die Ausgabe eines Schuldscheins Ende Juli mit einem Volumen von 345 Millionen Euro habe sich die Schuldenstruktur deutlich verbessert. Der Konzern hatte zuletzt die Dividende gekappt. Für die Zukunft wolle das Unternehmen wieder mindestens 80 Prozent des freien Mittelzuflusses ausschütten, hiess es weiter.
Im zweiten Quartal hatte Freenet seinen Betriebsgewinn etwas gesteigert. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebitda) fielen in den drei Monaten bis Juni 109,7 Millionen Euro an. Das sind etwa zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn von 55,5 auf 58,1 Millionen Euro. Der Umsatz fiel leicht auf 622,1 Millionen Euro, wenn die Geschäfte des verkauften Unternehmens Motion TM ausgeklammert werden. Der Konzern verzeichnete im zweiten Quartal einen Zufluss von 90,8 Millionen Euro an freien Barmitteln, das sind 9,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Marktbeobachter Ulrich Rathe von Jefferies Research zufolge sind die Quartalszahlen solide ausgefallen. Händlern zufolge hat das Unternehmen im zweiten Quartal mit einem stabilen Wachstum und einem leichten Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses eine hohe Widerstandskraft in Zeiten der Pandemie bewiesen.
Die bestätigte Prognose für das Gesamtjahr geht von einem im Vergleich zum Vorjahr stabilen Umsatz für 2020 aus. Das Ebitda soll zwischen 415 und 435 Millionen Euro liegen, nach 427,6 Millionen Euro im Vorjahr. Der Zufluss an freien Barmitteln dürfte 235 bis 255 Millionen Euro erreichen. Im Jahr 2019 lag dieser bei 249 Millionen. Daneben soll unter anderem die Zahl der Vertragskunden im Jahr 2020 im Jahresvergleich weiter moderat steigen.


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