«Digitalisierung muss menschliches Bedürfnis befriedigen»

Digitalisierung der Masse

Shang lud die Teilnehmer am «Digital Festival» dazu ein, selbst Ideen zu sammeln. Jede Organisation sollte eine Plattform etablieren, auf der alle Angestellten ihre Vorschläge für die Digitalisierung lancieren und diskutieren können.

Laut Christian Studer funktioniert die digitale Transformation beim Lifthersteller Schindler nur deshalb, weil die gesamte Organisation die Projekte unterstützt. Wie der Head New Technologies sagte, sei der Schweizer Traditionskonzern natürlich weiterhin hauptsächlich ein Produzent von Aufzügen, Fahrtreppen und Rollbändern. «Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie die Kunden mit den Produkten interagieren», fügte er an. Dafür hätte Schindler Digitalisierungsprojekte in allen Geschäftsbereichen umgesetzt.

Schindlers «Internet of Elevators & Escalators» bestehe unterdessen aus Sensoren in den Anlagen selbst, Minicomputern in den Steuerungsmodulen und einem Web-Portal für die Aufzugbesitzer. Die Kunden könnten den Betriebszustand ihrer Lifte auch mithilfe einer Smartphone-App überwachen. Wenn eine Wartung ansteht oder ein Defekt auftritt, würden die Anlagen selbständig die Schindler-Techniker benachrichtigen. Dann planen die Service-Mitarbeiter mit der App «FieldLink» ihre Einsätze und informieren sich über die Installationen beim Kunden. Nach getaner Arbeit dient «FieldLink» ausserdem dazu, das Reporting zu verfassen und gleich an die Zentrale zu übermitteln, sagte Studer.

Schindlers grösste Kundengruppe sind jedoch die Passagiere der Aufzüge und Rolltreppen. Wie der Manager sagte, befördern Schindler-Produkte eine Milliarde Passagiere pro Tag. Für Grossinstallationen beispielsweise im Pingan International Finance Center im chinesischen Shenzhen bietet das Unternehmen heute ein Traffic Management an. Die Angestellten in dem Hochhaus können per Smartphone-App die Personensperren öffnen, Aufzüge herbeirufen und Besuchern einen elektronischen Butler aufs Handy schicken. Dem Gast öffnet das Smartphone dann die Türen, holt ihm den Fahrstuhl und transportiert ihn in die richtige Etage.




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