Testcenter 26.10.2020, 11:22 Uhr

Das Oppo Reno 4 5G

Im Schatten des grossen Bruders Reno 4 Pro wurde das Reno 4 lanciert. Der Schatten wird allerdings weichen.
(Quelle: Oppo )
Gleich 4 Renos lanciert Oppo diesen Herbst. Nämlich das Königs-Telefon Reno 4 Pro, das Reno 4 und das Reno 4 Z. Letzteres hat seine Berechtigung wegen des ultratiefen Preises. Was ist also mit dem 4? Wir sagen Ihnen: Es gibt gute Gründe für einen Kauf des Reno 4.
Das visuelle Markenzeichen des 6,5-Zoll-Geräts liegt auf einem schlanken und dünnen Body sowie einem kantigen 6,4-Zoll Display, welches komplett gerade gestaltet wurde und auf «Edges», «Waterfalls» und ähnliches verzichtet. Eine Seltenheit heutzutage und etwas, dass sich haptisch fast schon etwas ungewohnt, aber sehr angenehm anfühlt. Das Scrollen durch die Apps fällt leichter, vor allem dann, wenn es seitlich einen Menü-Balken gibt, wie das beispielsweise bei Spotify der Fall ist. Hardware-seitig ist alles schnell erzählt: Das Gerät ist 5G-tauglich, ist mit 8 GB RAM und 128 GB Nutzspeicher bestückt und verfügt über eine Akkukapazität von 4020 mAh. Darüber hinaus verbaut Oppo einen im Display integrierten Fingerabdruckscanner und eine Gesichtserkennung, was bis anhin für Flaggschiffe der Preisklasse 1000 Franken und mehr der Fall war.

Apropos Gesichtserkennung: In Sachen Kameras setzt Oppo auf eine doppelte Front-Cam mit 32 MP. Dafür muss man rückseitig, anders als noch beim Reno 2, auf die Tele-Linse verzichten, diese bleibt dem Pro vorbehalten. 48 MP gibt’s dafür in der Hauptkamera, welche 4 Bilder produziert und auf 12 MP runterrechnet – tipptoppe Bilder. Des Weiteren gibt’s eine 8-MP-Superwide- und eine 2-MP-Bokeh-Linse. Hier hat uns vor allem der Nachtmodus gefallen, mit dem das Find X2 Pro geglänzt hat – das Reno 4 ist da absolut konkurrenzfähig. Der Ultrastabil-Modus im Videobereich war der zweite grosse Benefit und etwas, das man normalerweise in anderen Preisregionen findet – Daumen hoch!

Haptik wird immer wichtiger

Immer wieder mal werden wir von Lesern gefragt, warum wir uns in Ausschweifungen darüber ergehen, wo am Handy was zu finden ist, wie es sich anfasst, welche Materialien verwendet wurden. Das stimmt – und mag für einige vielleicht nicht so wichtig sein, wie eine gute Kamera oder eine lange Akku-Laufzeit. Aber: Studien haben ergeben, dass der Durchschnittsnutzer ganze 88 Mal am Tag zum Smartphone greift. Da ist es schon wichtig, dass man es «gern in der Hand hat», um es mal salopp zu formulieren. Ich selber machte schon die Erfahrung, dass die Nutzung bei mir häufiger wird, wenn mir ein Gerät gut in der Hand liegt. Auch beim Reno 4 5G gilt das, denn ein weiteres Augenmerk gilt hier der Rückseite des Smartphones: Zum einen ist bei den farbigen Modellen das kratzfeste und vor Flecken aller Art gefeite Diamant-Finish auf der Rückseite ein Blickfang – denn es sind schöne Farben. Zudem fasst es sich angenehm an und macht endlich Schluss mit den Fingerabdruck-anfälligen und rutschigen Handyrückseiten. Des Weiteren hat uns das Prinzip des Multi-Akku-Systems gefallen. Die Kapazität von 4020 Milliampèrestunden ist nämlich auf zwei Akkus verteilt – dies beugt beim Laden und beim intensiven Gebrauch der Wärmeentwicklung vor, was in der Praxis auch gut funktioniert hat. Ebenfalls ein Highlight ist die Ladezeit: Tatsächlich ist der aktuelle Super-Vooc-Standard in der Lage, einen komplett leeren Akku innerhalb einer guten halben Stunde zu füllen. Und nicht nur das: In 6 Minuten war der Akku schon zu einem Drittel gefüllt, in knapp 10 Minuten betrug der Ladestand bereits rund 50 Prozent.


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