Huawei Mate Xs im Test

Akku und Kamera

Zunächst zur Batterie. Natürlich verbraucht ein so grosses Display ordentlich Saft. Da erstaunt es ein wenig, dass Huawei «nur» einen 4500 Milliampère grossen Akku verbaut. Zum Vergleich: Das aktuelle Flaggschiff von Samsung, das S20 Ultra, hat einen 5000er Akku – notabene mit nur einem Display. Dies lässt zwar nicht immer Rückschlüsse auf die Lebensdauer zu – das P40 Pro rockt mit einem 4200-mAh-Akku alles weg – aber im Falle des Mate Xs mussten wir uns dann mit der Batterieleistung eines knappen Arbeitstages begnügen – 7:30h, bei regelmässigem Gebrauch. Dafür finden wir ein 65-Watt Netzteil im Lieferumfang. Nach 15 Minuten haben wir schon wieder einen Ladestand von 40 Prozent. Kabelloses Laden ist – logischerweise mit Rundum-Display – nicht drin, da es schlicht und einfach keinen Ort gibt, an dem man eine Ladespule hätte unterbringen können.
Im «Lesegriff» eingebaut hat Huawei insgesamt vier Linsen. Eine 40-MP-Weitwinkellinse, einen 16-MP-Ultraweitwinkel, eine Telefoto-Kamera (dreifach optischer, fünffach Hybrid-Zoom) und einen TOF-Sensor. Letzterer arbeitet bereits auf dem Hardware-Layer mit A.I und kann Entfernungen zwischen Objekt und Linse berechnen, um so zu besseren Ergebnissen zu kommen, was vor Allem im Portrait-Modus hilfreich sein kann. Im Video-Modus gibt es natürlich auch hier einen optischen Bildstabilisator und generiert 4K-Videos bei 60 fps.
Aufgrund seiner Architektur gibt es beim Mate Xs keine klassische Selfie-Cam. Im zusammengeklappten Modus kann daher einfach die 40-MP-Weitwinkel-Hauptkamera benutzt werden, samt Autofokus und sonstigen Vorzügen – entsprechend schön werden dann die Selfies, die ja normalerweise von einer abgespeckten Front-Cam produziert werden.

Hardware

Wie hiess es früher noch gleich bei Charles Clerc in der SRF-Tagesschau? «Und zum Schluss noch dies»: Huawei verbaut einen Kirin 990 5G Prozessor, 8 GB RAM sowie 512 Megabyte Nutzspeicher. Darüber hinaus WLAN-AC, NFC, Bluetooth 5.0 und natürlich USB 3.1 (Type C).

Fazit

Über die Situation mit Google ist mittlerweile alles bekannt. Huawei baut seine App-Gallery kontinuierlich aus und hat mit Petal Search eine innovative Möglichkeit gefunden, in Drittstores nach (zuverlässigen) APKs von Apps zu suchen, die noch nicht offiziell in der App Gallery vertreten sind. Abgesehen davon hat sich das Mate Xs tatsächlich bewährt. Natürlich etwas bulky, aber für unterwegs unglaublich praktisch. Ob das Mate Xs und seine Artgenossen sich tatsächlich durchsetzen, muss aber noch abgewartet werden.

Testergebnis

Note
4.5
Display, Kamera
Haptik, Akku

Details:  6,6"-Display (2480 × 1148), oder 8-Zoll-Display (2480 × 2200) Kirin 990 5G Prozessor, 8 GB RAM sowie 512 Megabyte Nutzspeicher. Darüber hinaus WLAN-AC, NFC, Bluetooth 5.0 und natürlich USB 3.1 (Type C), 40-MP-Weitwinkellinse, 16-MP-Ultraweitwinkel, 8 MP Telefoto-Kamera (dreifach optischer, fünffach Hybrid-Zoom) und einen TOF-Sensor

Preis:  Fr. 2299.-

Infos: 
huawei.com
Anmerkung zur Note: 1: unbrauchbar • 1,5: sehr schlecht • 2: schlecht • 2,5: ungenügend • 3: genügend • 3,5: ordentlich • 4: gut • 4,5: sehr gut • 5: ausgezeichnet

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