Hardware 19.02.2018, 10:54 Uhr

Doro 8040: das Senioren-Smartphone im Test

Die Beziehung zwischen Smartphones und Menschen der älteren Generationen ist nicht immer harmonisch.
Grosse Bedienelemente und physische Tasten sollen Senioren bei der Bedienung helfen
(Quelle: Doro)
Für viele ältere Nutzer ist die Umstellung auf eine komplett neue Denkweise schwierig, die Bedienung zu kompliziert. Doro möchte das ändern und entwickelt dafür Smartphones und Handys, speziell für Senioren.
Dabei soll es sich nicht einfach um ein Smartphone mit grösserer Schrift handeln. Doro hat das Projekt von A bis Z durchdacht und bringt Verbesserungen in praktisch allen Bereichen: Von der Haptik über das Interface bis zur Hilfestellung wurde alles berücksichtigt.
Die Rückseite des 8040 ist nicht gerade ein Augenschmaus
(Quelle: Doro)
Beginnen wir mit dem Äusseren. Das Doro 8040 ist kein Augenschmaus. Verglichen mit modernen High-End-Geräten kann das Senioren-Phone schlicht nicht mithalten. Das ist auch nicht der Sinn der Sache. Statt auf Hochglanzpolitur setzt Doro auf maximalen Grip und handliche Bedienung. So ist die Oberfläche des Geräts in griffigem Plastik gehalten. Das macht das 8040 gleichzeitig rutschfest und leicht. Etwas schöner hätte das Gerät jedoch schon sein können. Mit 5 Zoll hat Doro eine gute, mittlere Grösse gefunden, und auch wenn die Bildschirmauflösung von 1280 × 720 nicht immer überzeugt, reicht sie doch aus. Und sorgt nebenbei noch für eine bessere Akkulaufzeit von rund zwei Tagen im Normalgebrauch.
Anders als bei den meisten modernen Smartphones, die für eine rechtshändige Bedienung ausgelegt sind, funktioniert das 8040 in der linken Hand besser. Das hilft besonders älteren Nutzern, die häufig das Smartphone in eine Hand legen und das Display mit der anderen Hand bedienen. In der Praxis heisst das: Die Lautstärkeregulierung ist auf der linken Seite des 8040 platziert, der Ein/Aus-Knopf auf der Oberseite. In der mitgelieferten Docking-Station (dazu gleich mehr) liegt das 8040 auf der rechten Seite und wird idealerweise mit links gegriffen. Die Tasten sind gross und leicht zu drücken.
Neben den üblichen physischen Tasten wurden auch die drei Bedienungstasten von Android (Home, Zurück und Geöffnete Apps) als physische Tasten am unteren Geräterand platziert. Das verringert das Risiko, dass Tasten aus Versehen gedrückt werden. Zudem bieten die Tasten ein etwas gewohnteres Bedienerlebnis.
Schon fast retro wirkt die abnehmbare Rückseite des Doro 8040. Darunter findet man einen SIM-Karten-Einschub, einen Slot für eine microSD-Karte und einen wechselbaren Akku. Gerade Letzterer ist wichtig für Senioren, die ihre Geräte oftmals länger als nur ein bis zwei Jahre verwenden möchten.
Die Docking-Station lädt das Smartphone und zeigt auf Wunsch Infos an
(Quelle: Doro)
Wie bereits erwähnt, wird mit dem Doro 8040 eine Docking-Station mitgeliefert. Diese erfüllt hauptsächlich zwei Zwecke: Sie bietet eine einfache und bequeme Methode, um das Smartphone aufzuladen und macht das Gerät zu einem stationären Helfer zu Hause. Das macht das Smartphone ein wenig mehr wie ein kabelloses Festnetztelefon, das nebenbei nach draussen mitgenommen werden kann.
Hier die Docking-Oberfläche in Deutsch
(Quelle: Screenshot / PCtipp)
Liegt das 8040 in seiner Ladestation, wechselt es in einen Dock-Modus, bei dem das Display gedreht, und bestimmte Funktionen in den Vordergrund gerückt werden. Beispielsweise der Wecker. Die Ladestation verhindert auch, dass man den USB-microB-Stecker verwenden muss, um das Smartphone zu laden. Für ältere Nutzer wäre ein seitengleicher USB-C-Stecker wohl praktischer gewesen.



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