Kopfhörer 27.11.2019, 17:01 Uhr

Im Test: Bowers & Wilkins PX7

Bowers & Wilkins haben eine neue Kopfhörer-Serie lanciert. Das Glanzstück, den PX7, haben wir genauer unter die Lupe genommen.
Bowers & Wilkins PX7
(Quelle: Bowers&Wilkins)
Diesen Herbst haben die britischen Audiophilisten von Bowers & Wilkins wieder von sich hören lassen und die PX-Serie erweitert (wir berichteten).
Der PX7 ist der Nachfolger des PX (wir testeten) und kommt ebenfalls in der Bauform Over-Ear daher. Damit ist er der Einzige in der Serien-Erweiterung: Der PX5 ist ein On-, die beiden PI3 und 4 sind In-Ears.
Gleich beim Auspacken fällt auf: Bowers & Wilkins betreiben mit dem PX7 keine Kinkerlitzchen-Produktpflege. Hier wurde grundrenoviert. Der zwar hübsch anzusehende, allerdings relativ schwere Metallbügel musste weichen. An seiner Statt wurde ein Carbon-Fiber-Bügel eingesetzt, der das Gewicht merklich reduziert hat und nun 310 Gramm auf die Waage bringt.
Verarbeitungs-Skeptiker müssen sich jedoch keine Sorgen um allfällige Fragilität machen: Unseren Biege-Versuchen vermochte der Hörer locker zu trotzen. Die Optik hat sich dadurch aber natürlich verändert. Allerdings gefällt uns, was wir sehen, denn das Carbon-Gemisch ist mit eng anliegendem gehärtetem Stoff ummantelt. Zusammen mit den in Feinleder gekleideten Ohrmuscheln lässt sich der PX7 absolut herzeigen. 
Weiter legt B&W ein USB- sowie ein Miniklinkenkabel in das mittels Reissverschluss schliessbare Transport- und Aufbewahrungs-Hardcase. Hier gleich eine gute und eine nicht so gute Erkenntnis. Bowers & Wilkins bringt es tatsächlich fertig, einen Bügel zu entwerfen, der – in voll ausgezogenem Zustand – den Kopfhörer um meinen Hals zu legen vermag, ohne dass es mich würgt. Bei meinem Stiernacken kein einfaches Unterfangen. Cool. Nicht so schön ist die fehlende Faltbarkeit des PX7. Zum unterwegs Verstauen reicht also keine handelsübliche Manteltasche mehr. Schade.

Can't touch this (düüüü düdüdü)

Die Briten sind nicht nur beim Design klassisch und dezent: Auch in Sachen Bedienung setzen sie auf Buttons. Auf der Rückseite findet sich ein Arsenal an Knöpfen – 3 Stück – sowie ein Schieberegler, dem verschiedene Aufgaben zugewiesen wurden, nämlich On, Off und Aktivieren des Kopplungsmodus. Leider habe ich im Test die Kartonschablone, welche die Funktionen der Tasten beschreibt, etwas gar schnell entfernt. Die Tasten selber sind – mit Ausnahme des Schiebereglers – nämlich nicht beschriftet. Darum merke: Die Mittlere der drei aneinandergereihten Tasten hat, wie der Schieberegler weiter oben, mehrere Aufgaben: Play/Pause und Rufannahme (erstes Drücken), Skip (zweimal drücken) und Search, also ein Lied zurück (dreimal drücken). Die oberhalb, respektive unterhalb befindlichen Knöpfchen dienen der Lautstärkeregelung. Dickes Lob für den angenehmen und gut fühlbaren Druckpunkt. Lottertasten wären in diesem Moment fatal.
Dem Schieberegler kommen zwei Zuständigkeitsbereiche zu. Zum einen wird der Kopfhörer an und abgeschaltet. Zum andern werden damit die verschiedenen Noise-Cancelling-Modi gesteuert. Und damit willkommen im nächsten Kapitel.


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