Kaufberatung 13.04.2020, 10:55 Uhr

Welches DAB+-Radio ist das richtige für mich?

Dem analogen Radio geht es 2020 definitiv an den Kragen. Die DAB+-Radios sind die Zukunft des Mediums in der Schweiz. Wir haben sechs Geräte für unterschiedliche Anforderungen und in verschiedenen Preisklassen getestet.
(Quelle: Skitterians/Pixabay)
Dieses Jahr beginnt die Analogabschaltung bei Schweizer Radiostationen. Gesendet wird dann nur noch über DAB+. Der digitale Standard bietet viele Vorteile gegenüber dem alten System, bringt aber auch in paar Neuerungen mit sich.

Was ist DAB+?

DAB+ steht für Digital Audio Broadcasting + und wird «De Ah Be Plus» ausgesprochen. Bei DAB+ handelt es sich um einen Radiovertriebsstandard, der effizienter als analoges Radio funktioniert. In der Anfangszeit von DAB führte das zu deutlich schlechterer Audioqualität als über analoges Radio. Seit der überarbeiteten Version (DAB+) hat sich das aber erledigt und DAB+ ist in fast allen Bereichen besser als AM/FM.
Zu den Vorteilen von DAB+ gegenüber analogem Radio gehören:
  • Metadaten: DAB+-Radio kann Metadaten wie Songnamen oder Programmbeschriebe aussenden und auf dem Gerät des Nutzers anzeigen lassen.
  • Bessere Tonqualität: DAB+ sendet in höherer Auflösung als analoges Radio und leidet nicht unter Rauschen und anderen Störgeräuschen.
  • Mehr Sender: Dank der effizienteren Nutzung von Bandbreiten kann DAB+ mehr Sender ausstrahlen als analoges Radio.
Nachteile
Bekannte Schwächen von DAB+ sind die schwierigere Verbreitung des Signals, was in einem kleinen Land wie der Schweiz jedoch kaum ein Problem ist. Zudem funktioniert DAB+ nach einem «Alles oder nichts»-Prinzip: Fällt die Verbindung unter eine bestimmte Qualitätsstufe, bricht sie komplett ab. DAB+ ist ausserdem leicht verzögert, was bei Sportevents ein Problem sein kann.

Weitere Funktionen

Die meisten modernen DAB-Radios sind weit mehr als Radios. Funktionen wie Bluetooth gehören heute dazu. Besonders wichtig zu wissen ist, welche Anschlusstypen Ihr Radio unterstützt. So stellen Sie sicher, dass Ihre Musik auch dort landen kann, wo Sie möchten.
Anschlusstypen
Neben den beiden Radiostandards FM und DAB(+) ist die Funktechnik Bluetooth die am weitesten verbreitete Empfangsoption. Per Bluetooth können Sie Geräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops mit Ihrem Radio verbinden und die Lautsprecher als kabellosen Audioausgang verwenden. Praktisch jedes moderne DAB+-Radio verfügt über Bluetooth-Unterstützung.
Wi-Fi ist etwas seltener, erledigt aber einen ähnlichen Job. Statt das Radio direkt mit einem Smartphone zu koppeln, wird es in das heimische Netzwerk eingeloggt. So können alle Geräte im gleichen Netzwerk auf das Radio zugreifen und darüber Audio übertragen. Das ist besonders praktisch für stationäre Geräte, die sehr häufig verwendet werden, da nicht jedes Mal spezifisch gekoppelt werden muss. Dienste wie Spotify Connect funktionieren ebenfalls über Wi-Fi. Befindet man sich mit einem Spotify-fähigen Gerät im gleichen Netzwerk wie das Radio, können Sie mit der Connect-Funktion sehr einfach zum Radio wechseln.
Bild 1: Per Kabelanschluss können auch ältere Geräte verbunden werden
Quelle: Pure
Einige Geräte bieten AUX-Anschlüsse an, Bild 1. Damit können Sie Geräte einfach per Audiokabel anschliessen. Bei neueren Smartphones ist dazu oft ein Adapter nötig. Für ältere Geräte oder PCs ist das aber die einfachste, wenn auch nicht die eleganteste Lösung. Seltener sind weitere Dienste wie eine direkte Internetverbindung, um Spotify & Co. ohne Smartphone verwenden zu können, oder ein Chromecast-Modul, mit dem sich vor allem Android-Geräte gut verstehen.

DAB+-spezifische Funktionen
Die wichtigsten zwei Funktionen in Sachen DAB+ sind der Senderspeicher und die Favoritenliste. Ersterer ermöglicht es, Sender in einer grossen Liste zu speichern. So muss das Radio nicht jedes Mal neu danach suchen. Gerade in urbanen Gebieten mit vielen Radiosendern kann dieser Speicher durchaus mal knapp werden. Fast wichtiger ist jedoch die Favoritenliste. In dieser speichern Sie Ihre Lieblingssender, die Sie einfach per Knopfdruck aufrufen können. Meistens sind vier bis zehn Sender so speicherbar und verfügen über einen eigenen Knopf auf dem Radio.



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