Test: Apple Studio Display

Lautsprecher und Mikrofone

Doch Videochats bestehen nicht nur aus einem bewegten Bild. Für den Ton und erst recht für die Musikwiedergabe im Home-Office zeichnet ein Verbund aus sechs Lautsprechern mit Tieftönern verantwortlich.
Und die Lautsprecher liefern! Mit einem kräftigen Bass, aber vor allem mit klaren Stimmen und einer plastischen Raumkulisse wirken Filme selbst im 27-Zoll-Form sehenswert. Die Musik klingt dynamisch, nuancenreich und ganz bestimmt nicht so, wie man es von irgendeinem anderen Display erwarten würde. Die Lautsprecher unterstützen 3D-Klang durch Dolby Atmos, aber das ist nicht ganz einfach einzuordnen, wenn die Musik aus einem Abstand von einem Meter frontal aufs Gesicht klatscht. Einigen wir uns darauf, dass sie einfach nur hervorragend und sehr plastisch klingt.
Das Foto zeigt ein Studio Display von oben; fünf illustrierte Laufsprecher zeigen den Surround-Effekt
Die Lautsprecher klingen hervorragend, auch wenn der 3D-Effekt nicht so ausgeprägt zum Tragen kommt, wie hier illustriert
Quelle: Apple Inc
Hingegen war bei der Musikwiedergabe zwischen Spotify und Apple Music kaum ein Unterschied auszumachen, obwohl sich Apple damit rühmt, immer mehr Titel aus dem Musikkatalog in 3D-Sound anzubieten: Diese Hörproben klangen nahezu gleichwertig; wenn Apple also hier punkten will, dann bedingt das AirPods.
Die drei Mikrofone bilden einen Ring, gemäss Apple in «Studioqualität». Das gerichtete Beamforming fokussiert dabei auf die Person vor dem Display und blendete andere Geräusche sehr gekonnt aus. Die Zusammenfassung ist kurz: Mit diesen Mikrofonen entfällt die Notwendigkeit, bei Chats ein Headset zu tragen – auch wenn das vielleicht dazu führt, dass dieser Verstoss gegen die Etikette in der ersten Minute für ein missbilligendes Stirnrunzeln bei den anderen sorgt.



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