Preview bereits erhältlich 21.03.2018, 12:41 Uhr

Microsoft kündigt Windows Server 2019 an

Microsoft stellt eine neue Version von Windows Server vor. Bei der Entwicklung des 2019er Releases fokussierten sich die Redmonder auf die Hybride Cloud, Sicherheit, Container und Linux sowie auf hyperkonvergente Infrastrukturen.
(Quelle: humphery / Shutterstock.com)
Microsoft gibt den Startschuss für Windows Server 2019. Das neue Server-OS basiert auf dem 2016 vorgestellten Vorgänger und soll in der zweiten Jahreshälfte in einer finalen Variante erscheinen. Eine erste Vorabversion kann bereits jetzt als Preview Build über das Insider-Programm bezogen werden. Vier Trendthemen haben die Entwicklung von Windows Server 2019 massgeblich bestimmt, wie Microsoft in einem Blogpost mitteilt: Hybride-Cloud-Szenarien, Sicherheit, Container und Linux sowie hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI).
Project Honolulu soll den Aufbau von hybriden Cloud-Szenarien mit Windows Server 2019 und Microsoft Azure vereinfachen.
Quelle: Microsoft

Microsoft Azure in Windows Server 2019

Über hybride Cloud-Strukturen können Unternehmen ihre hauseigenen Rechenzentren mit neuartigen Lösungen aus der Public Cloud sowie deren Skalierbarkeit kombinieren. Microsoft will dies mit dem erstmals auf der Ignite-Konferenz im September 2017 präsentierten Projekts Honolulu vereinfachen. Dabei handle es sich um eine flexible, leichtgewichtige, browserbasierte, lokal einsetzbare Plattform sowie eine Lösung für Management-Szenarien. In der Praxis soll die Lösung eine einfache Verknüpfung von Windows Server mit Azure-Diensten wie Backup, File Sync oder Disaster Recovery ermöglichen.

Abgesicherte Linux-VMs und Windows Defender ATP

Ein Plus an Sicherheit verspricht indessen der Einsatz von abgeschirmten virtuellen Maschinen (Shielded VMs). Die Funktion beschränkt den administrativen Zugriff auf virtuelle Maschinen auf einen VM-Admin aus einer abgesicherten Umgebung. Das Feature wurde bereits mit Windows Server 2016 eingeführt und nun um Support für Linux-VMs erweitert. Darüber hinaus verbesserte Microsoft die Funktion VMConnect, um die Fehlersuche bei Shielded VMs für Windows Server und Linux zu optimieren.
Neben Neuerungen für die passive Sicherheit stellt Microsoft seinem Server-OS auch eine weitere Lösung zum aktiven Aufdecken und Bekämpfen von Angriffen zur Verfügung: Windows Defender Advanced Threat Protection (ATP). Die aus Windows 10 bekannte Sicherheitstechnologie bietet unter anderem präventive Schutzfunktionen und hilft bei der schnelleren Erkennung von Hacker-Attacken und Zero-Day-Exploits.

Kubernetes-Support und HCI-Lösungen

Windows Server 2019 besitzt einen optimierten Kubernetes-Support.
Quelle: Microsoft
Auch die speziell für Entwickler interessante Container-Unterstützung in Windows Server wurde für das 2019er Release erweitert. So verspricht Microsoft eine Reduzierung der Container-Image-Grösse auf ein Drittel der derzeitigen 5 GByte. Dadurch könne die Zeit für den Download von Images um 72 Prozent reduziert und gleichermassen die Entwicklungszeit und die Performance optimiert werden.
Verbessert haben will Microsoft ausserdem den Kubernetes-Support, der sich derzeit noch im Beta-Stadium befindet. Hier bietet das neue Betriebssystem Optimierungen bei den Berechnungs-, Speicher- und Netzwerkkomponenten von Kubernetes-Clustern. Ein erweiterter Support für OpenSSH, Curl und Tar soll Entwicklern zudem dabei helfen, ihre Linux-Scripte auf Windows Server zu implementieren.

HCI-Lösungen für Windows Server 2019

Zusammen mit Hardware-Partnern will Microsoft auch neue hyperkonvergente Lösungen für Windows Server 2019 bereitstellen, die mehr Leistung und Zuverlässigkeit zusammen mit höheren Kapazitäten bieten sollen. Auch eine vereinfachte Verwaltung von HCI-Lösungen über das oben behandelte Project Honolulu sei mit dem neuen Release möglich.
Abschliessend verspricht Microsoft für Windows Server 2019 auch eine neue Version des System Centers mit Support für das kommende Server-OS. Weitere Neuerungen und Informationen zum 2019er Release wollen die Redmonder in einer Blog-Serie im Verlauf des Jahres veröffentlichen.




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