Deshalb wird digitale Privatsphäre noch wichtiger

Künstliche Intelligenz im Messenger

Die gebräuchlichste Form der künstlichen Intelligenz im Bereich Messaging ist wohl die intelligente Tastatur, die durch einen Algorithmus antizipiert, welche Wörter die Nutzer verwenden wollen. Je mehr man im Messenger schreibt, desto präziser werden die Vorschläge und Prognosen. Abgestimmt auf den Nutzer, werden in manchen Messengern auch Emojis und GIFs vorgeschlagen.
Auf dem Vormarsch befinden sich auch die Chatbots. Sie fungieren als digitale Assistenten, Nachschlagewerk oder können in Gruppenchats zur Durchführung von Umfragen eingesetzt werden. Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten für diese lernfähigen, digitalen Assistenten sehr vielfältig, denn auch im B2C Bereich werden die Chatbots 2017 eine zentrale Rolle spielen. Viele Unternehmen haben sie als Möglichkeit erkannt, ihre Kunden via Messenger zu kontaktieren und zu unterstützen, denn Chatbots eignen sich unter anderem für den Kunden-Support. Die Kundenkommunikation wird dadurch direkter, effektiver und flexibler, schliesslich ist ein Chatbot für den Kunden rund um die Uhr erreichbar.
Auch für Unternehmen verringert sich der Aufwand, denn beispielsweise langes Warten in Telefonschleifen wird dadurch vermieden. Sollte allerdings der Chatbot einmal nicht in der Lage sein, das Problem des Kunden zu lösen, führt der Weg zwangsläufig zu einem menschlichen Ansprechpartner. Wichtig ist aber auch hier eine ausreichende Sicherheit der Kundendaten, die mit dem digitalen Assistenten ausgetauscht werden.  

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt das Messenger Must-Have

Die Vernetzung gerade im B2C-Bereich wird dichter und vor allem persönlicher. Chatbots als Marketing-Instrument ermöglichen es, den Nutzer individuell anzusprechen und Service und Support rund um die Uhr zu garantieren. Dabei ist zu beachten, dass durch die immer persönlicher werdende Messenger-Kommunikation auch die Privatsphäre immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Dark Social verdeutlicht, wie wichtig den Nutzern dieses Thema mittlerweile ist, denn so verlieren grosse Portale wie Facebook an Beliebtheit.
Auch das Bezahlen per Messenger sollte unter höchst möglicher Sicherheit für die sensiblen Daten des Nutzers geschehen. Eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung kann für die nötige Sicherheit sorgen, eine zusätzliche Massnahme ist ein Open-Source-Quellcode, um so Transparenz gegenüber dem Nutzer zu garantieren. Dabei profitieren Online-Services von dem Know-how der technisch-versierten Community und können somit ihr Software-Produkt weiter optimieren. Mit Messengern als Knotenpunkt unseres alltäglichen Lebens, ist es mittlerweile unerlässlich die Privatsphäre online wie offline zu wahren.
Dieser Artikel wurde von Alan Duric verfasst, CTO von Wire Swiss




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