Surfspeed auf Schweizer 4G-Netzen variiert im Tagesverlauf stark

Stau auf der Datenautobahn

Die heutigen 4G-Netze seien den früheren 3G-Netzen bereits Lichtjahre voraus, schreiben die Autoren der Opensignal-Studie. Dennoch hätten auch sie mit Problemen zu kämpfen. Die grössten seien Inkonsistenz und Datenstau, das habe nun auch die Auswertung bestätigt. Denn die Daten zeigen, dass die 4G-Geschwindigkeiten besonders dann sinken, wenn viele Menschen wach sind und beispielsweise gerade ihren Feierabend geniessen. Je höher also die Belastung des Netzes, desto tiefer sinkt die Surfgeschwindigkeit. Die hiesigen 4G-Netze erreichen diesen Punkt am Abend um 20 Uhr, wie die Auswertung zeigt.
Die Grafik zeigt, wie die Surf-Geschwindigkeit auf den 4G-Netzen aller 77 geprüften Staaten im Tagesverlauf variiert
(Quelle: Opensignal)
Gemäss den Studienautoren soll sich diese Situation mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G allerdings deutlich verbessern. Die Frequenzbänder böten höhere Kapazitäten und würden es somit zulassen, dass mehr User gleichzeitig zu hohen Geschwindigkeiten surfen können.
Fraglich ist allerdings noch, wann 5G in der Schweiz flächendeckend effektiv eingeführt wird. Die Swisscom führt beispielsweise bereits erste Tests mit der Technologie durch, etwa in Luzern (Online PC berichtete). Bis Ende Jahr will der Telko nun den punktuellen Ausbau in 60 Städten und Gemeinden vorantreiben. Ob die Swisscom – wie einst behauptet – bis 2020 die flächendeckende Versorgung anbieten kann, ist jedoch fraglich. Denn das ist stark von der Lockerung der vergleichsweise strengen Strahlenschutzgrenzwerte abhängig. Und an diesen wollte der Ständerat im März letzten Jahres vorerst keine Änderungen zulassen.



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